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DAX verharrt knapp über 26.000 Punkten trotz positiver Konjunkturdaten und VW-Sparkonzept
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Tagesschau Wirtschaft1 hour agoBusiness2 min readGermanyView translation

DAX verharrt knapp über 26.000 Punkten trotz positiver Konjunkturdaten und VW-Sparkonzept

Quick Look

  • Der DAX schloss bei 26.046 Punkten mit einem moderaten Anstieg von 0,17 Prozent, nachdem er am Vortag von einer steigenden Wall Street gezogen wurde.
  • Auf Wochensicht bleibt ein Minus von rund 1,9 Prozent aufgrund hoher Ölpreise und Inflationsängste.
  • Positive Impulse kamen von überraschend starken Industrieaufträgen in Deutschland und einem Sparkonzept beim VW-Konzern, während die US-Arbeitsmarktdaten besser als erwartet ausfielen und die Inflation weiterhin über dem Ziel der Fed liegt.

AI-generated summary

Why It Matters

Der DAX hatte am Vortag von einer steigenden Wall Street Auftrieb erhalten, blieb aber am Freitag nahezu unverändert. Hohe Ölpreise aufgrund des Nahostkonflikts und damit verbundene Inflationsängste belasten den Markt seit mehreren Tagen. Gleichzeitig gibt es positive Signale aus der deutschen Industrie und einzelnen Unternehmen wie VW.

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Der DAX ist zum Wochenschluss nicht wirklich vom Fleck gekommen, nachdem er noch am Vortag im Sog einer steigenden Wall Street nach oben gezogen worden war. Der Leitindex behauptete zwar sein Niveau knapp über der Marke von 26.000 Punkten - zu mehr hat es heute aber nicht gereicht. Der Schlussstand lag bei 26.046 Punkten, ein moderater Anstieg von 0,17 Prozent.

Auf Wochensicht bleibt damit ein Minus von rund 1,9 Prozent. Hohe Ölpreise und damit verbunden latente Zins- und Inflationsängste lasten weiter auf dem Markt.

Als Kursstütze hatten sich zuvor die Ölpreise erwiesen, deren Anstieg den DAX in den vergangenen Tagen zurückgeworfen hatte. Sie hätten sich auf einem hohen Niveau stabilisiert, konstatierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Die Anleger hofften weiter, dass die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten zeitlich begrenzt bleibe.

Aktuell geben die Notierungen leicht nach auf etwas über 95 Dollar je Fass für die Nordseesorte Brent - nach zuletzt über 97 Dollar in der Spitze. Insgesamt bleibt der Ölmarkt damit weiter volatil und schwer zu greifen. Alles steht und fällt mit der Lage im Nahen Osten, wo die wichtige Straße von Hormus weiter größtenteils geschlossen bleibt.

Fundamentaler Rückenwind kam von neuen Konjunkturdaten. Die Auftragslage der deutschen Industrie hat sich zu Beginn der zweiten Jahreshälfte überraschend stark verbessert. Das Neugeschäft wuchs im Juli wegen vieler Großaufträge aus dem Inland um 2,5 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet.

"Die Großaufträge machen schon länger die Musik bei der Auftragslage. Das Fiskalpaket lässt grüßen. Festzuhalten bleibt aber, dass ohne Großaufträge wenig los ist", kommentierte Alexander Krüger von Bethmann.

Auch gute Nachrichten aus dem VW-Konzern änderten an der vorsichtigen Haltung der Anleger nichts.

Überraschend hatte sich der Aufsichtsrat des Wolfsburger Autobauers trotz heftiger Diskussionen im Vorfeld auf ein Sparkonzept verständigt. Zwar bleiben weiter viele Fragen offen, die Anleger honorierten aber die überraschende Kompromissfähigkeit aller Beteiligten. VW-Vorzugsaktien führten den DAX mit einem Tagesgewinn von 6,6 Prozent an. Auch andere Autowerte, die im DAX reichlich vertreten sind, legten zu.

In einer Zeit großer Umbrüche auf den Automärkten sei das Konzept ein positiver Schritt zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von VW, erklärten die Analysten von JP Morgan.

Ebenfalls auf Kaufinteresse stießen Halbleiterwerte: Im DAX legten Infineon um rund 2,6 Prozent zu und im MDAX waren Suss Microtec, Siltronic und Elmos gefragt.

Die Aktien folgten damit der positiven Entwicklung der Tech-Branche in Asien. Bei Suss sieht Warburg-Analyst Malte Schaumann angesichts der günstigen Bewertung sowie dicker Auftragsbücher zudem eine gute Kaufgelegenheit.

An der Wall Street hat sich die Verkaufsneigung gegen Mittag Ortszeit derweil verstärkt. Die großen Indizes tendieren allesamt im Minus. Der Leitindex Dow Jones verliert rund 0,6 Prozent, Tech-Aktien halten sich etwas besser.

Die im Vorfeld mit Spannung erwarteten neuen Daten vom Arbeitsmarkt fielen robust und besser als erwartet aus. Konkret wurden im August 162.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Experten hatten nur mit einem Zuwachs von 55.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,14 Prozent.

Damit bleibt die US-Wirtschaft zwar solide, eine Entspannung bei der Inflationsentwicklung ist aber weiter nicht in Sicht. Diese liegt mit rund 3,7 Prozent weit über der Zielzone der Notenbank Federal Reserve (Fed) von 2,00 Prozent. Der Arbeitsmarktbericht dürfte die Erwartungen an eine Leitzinserhöhung der US-Notenbank Mitte September wieder anheizen, schrieb Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba in einer ersten Einschätzung.

"Die US-Wirtschaft läuft rund, was darauf schließen lässt, dass die derzeitige konjunkturelle Verfassung durchaus höhere Zinsen verträgt", so Thomas Gitzel von der VP Bank.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Die Fed wird voraussichtlich Mitte September die Leitzinsen erhöhen, um der Inflation entgegenzuwirken.

    Likely · Within weeks

  • Der Nahostkonflikt wird voraussichtlich zeitlich begrenzt bleiben, wie von Anlegern hoffentlich erwartet.

    Possible · Within weeks

Open Questions

  • Wie lange wird die Schließung der Straße von Hormus anhalten?
  • Wird die VW-Einsparung zu nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen führen?
  • Wie wird die Fed auf die robusten US-Arbeitsmarktdaten bei anhaltender Inflation reagieren?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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