Debatte um die Arbeitszeit: 35- oder 40-Stunden-Woche in der Metallindustrie?
Angesichts von Arbeitsplatzabbau und Krise fordern Unternehmer wie Nikolas Stihl und Martin Brudermüller eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche.
Quick Look
- Wegen anhaltenden Stellenabbaus in der Metall- und Elektroindustrie fordern prominente Unternehmer die 40-Stunden-Woche bei gleichem Monatslohn.
- Die IG Metall lehnt dies ab, wodurch im Herbst ein harter Arbeitskampf droht.
AI-generated summary
Why It Matters
In der Metall- und Elektroindustrie wird über die 35-Stunden-Woche und drohenden Arbeitsplatzabbau diskutiert.
Tarifvertragliche Ansprüche ohne das nötige wirtschaftliche Fundament sind letztlich wertlos. Das wird nirgends so deutlich wie bei der Debatte um die 35-Stunden-Woche. Unternehmer wie Nikolas Stihl, Martin Brudermüller und Martin Herrenknecht plädieren für 40 statt 35 Stunden, bei gleichem Monatslohn. Die IG Metall will davon nichts wissen. Bei den Tarifverhandlungen im Herbst in der Metall- und Elektroindustrie droht damit der nächste große Arbeitskampf.
Dabei ist die 35-Stunden-Woche kein Modell für eine Krise. Es geht schlicht um die Frage: Können sich die betroffenen Branchen die 35-Stunden-Woche noch leisten? Ein Blick auf den Arbeitsplatzabbau der Unternehmen in der Metall- und Elektroindustrie zeigt, wie es um den Standort Deutschland bestellt ist.
Man soll mit dem Wort Deindustrialisierung vorsichtig sein, doch Schätzungen zufolge verschwinden jeden Monat 15.000 bis 20.000 Arbeitsplätze, vor allem in der Autobranche und bei ihren Zulieferern. Der Personalabbau bei VW, Porsche und Mercedes ist schon schwindelerregend. Der Unternehmer Stihl will diese „Blutung“ stoppen. Dabei schließen sich Stellenabbau und längere Arbeitszeit nicht aus. Niedrigere Lohnnebenkosten sichern die Arbeitsplätze, die nicht durch sinkende Nachfrage wegfallen.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Tarifverhandlungen im Herbst in der Metall- und Elektroindustrie mit drohendem Arbeitskampf
Likely · Within months
Open Questions
- Wie reagiert die IG Metall auf die Forderungen im Herbst?
- Kommt es tatsächlich zu flächendeckenden Streiks?






