Die WHO stellt Impfdosen für den Kampf gegen die Bundibugyo-Variante bereit, während die Epidemie weiter eskaliert.
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Der Ebola-Ausbruch im Kongo wurde am 15. Mai festgestellt und betrifft Provinzen mit eingeschränkter medizinischer Versorgung. Es ist der schwerste Ausbruch in der Geschichte des Landes.
Die Demokratischen Republik Kongo erhält im Kampf gegen die Ebola-Epidemie 70.000 Dosen des Impfstoffs Ervebo. Zur Verfügung gestellt wurde der Impfstoff von der Internationalen Koordinierungsgruppe für Impfstoffversorgung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Damit kam die WHO eigenen Angaben zufolge einer Bitte der kongolesischen Regierung nach.
Ervebo ist bislang nur für den Einsatz gegen den Zaire-Stamm des Ebolavirus geprüft und zugelassen, nicht für die derzeit im Kongo grassierende Bundibugyo-Variante. Allerdings teilte die WHO mit, der Ervebo-Impfstoff habe sich in der Vergangenheit auch bei anderen Ebola-Ausbrüchen als effektiv erwiesen. Labordaten wiesen darauf hin, dass der Impfstoff auch gegen die seltene Bundibugyo-Variante Schutz bieten könnte.
Ob sich das bestätigt, wird nun auch im Kongo in einer klinischen Studie getestet: 20.000 der Impfdosen sind laut WHO für eine dritte Testphase zur Wirksamkeit von Ervebo gegen die Bundibugyo-Variante vorgesehen. Die übrigen 50.000 sind für medizinisches Personal, das gegen die Epidemie kämpft. Bereits ab Montag sollen die Impfdosen verabreicht werden.
WHO fürchtet schwersten Ebola-Ausbruch der Geschichte
Der Ebola-Ausbruch im Kongo war am 15. Mai offiziell festgestellt worden. Experten vermuten, dass sich das Virus zuvor schon wochenlang verbreitet hatte. Die Epidemie betrifft mehrere Provinzen im Norden und Osten des zentralafrikanischen Landes, wo die medizinische Versorgung nach jahrelangen bewaffneten Konflikten stark eingeschränkt ist.
Mit bislang rund 5.200 bestätigten Infektionen und mehr als 2.300 Todesfällen ist es bereits jetzt der schwerste Ebola-Ausbruch im Kongo – die WHO fürchtet, er könne zum weltweit schlimmsten Ausbruch der Geschichte werden. Nie zuvor soll sich das Ebolavirus so schnell ausgebreitet haben.
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Beginn der Impfungen ab Montag
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