
Warum die öffentliche Bewertung von Körpern wie dem von Ariana Grande kritisch zu hinterfragen ist und welche Rolle Schönheitsideale bei Essstörungen spielen.
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Studien belegen einen Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und Essstörungen. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Magersucht bei Mädchen stieg zwischen 2004 und 2024 deutlich an.
Zurzeit wird viel diskutiert über Popstar Ariana Grande, ihr zu geringes Gewicht und ob man es überhaupt bewerten darf. Die öffentliche Kritik sei ein Grund für ihre Pause vom Show-Geschäft, gab ihr Management an. Dass ständige Bewertungen krank machen können, wissen wir nicht erst seit Britney Spears. Seit der neueren Bodyshaming-Debatte scheuen die einen nicht ganz zu Unrecht das Urteil. Die anderen gehen erst recht in die Vollen, vor allem auf Social Media, wo der Wahnsinn Methode hat.
Debatten braucht es trotzdem. Denn Stars wie Ariana Grande, Kelly Osbourne und „Emily in Paris“-Darstellerin Lily Collins sind Vorbilder für Millionen junger Frauen. Und als solche Teil eines bedenklichen Phänomens, das sich in den sozialen Medien mit Influencerinnen fortsetzt. Der Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und einem erhöhten Risiko für Essstörungen ist durch Studien belegt. Ein Beispiel dafür ist „Skinny-Tok“ – auch wenn der Hashtag inzwischen verboten ist, unter dem Mädchen öffentlich das extreme Dünnsein glorifizierten.
Zahlen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden verdeutlichen das Ausmaß der Entwicklung. Danach werden immer mehr Mädchen wegen Essstörungen wie Magersucht im Krankenhaus behandelt: Von 2004 bis 2024 haben sich die Fälle in der Altersgruppe der zehn bis 17 Jahre alten Mädchen von gut 2800 auf knapp 6000 pro Jahr verdoppelt.
Woher kommt dieses krankmachende Schönheitsideal? Und warum verändert es sich ständig? Den Magerwahn gab es lange vor Tiktok: In den Neunzigern prägte Topmodel Kate Moss den „Heroin Chic“. Ganz verschwand der Trend nie. Auch nicht, als Heidi Klum für die Werbung genüsslich in Big Macs, Katjes und Funny Frisch biss und erzählte, nie dünn genug für Laufstege gewesen zu sein. Zugleich wurde ihr vorgeworfen, mit ihrer Show „Germany’s Next Topmodel“ Essstörungen zu fördern. Nun, in ihren Wechseljahren, steht sie auf einmal zu ihren Rundungen und hat für ihre Show die kurzzeitig veränderten Maßstäbe der Modeindustrie adaptiert. Doch wie lautet ihre Botschaft? Iss, was du willst, aber nähre dich von der Hoffnung, zu werden, wie man es von dir erwartet?
Ein Beispiel fürs Umdenken in Sachen Gesundheit ist das nicht. Es macht aber deutlich, worum es auch geht: um Geld und Kontrolle. Zu Rubens’ Zeiten galten üppige Körper als Zeichen von Wohlstand und Gesundheit. Heute ist Dünnsein ein Ideal, aus dem ein riesiger Markt entsteht: Fitness-Abos, Diäten, Mode, Eingriffe, Abnehmspritzen. Aus der Unzufriedenheit mit dem Körper lässt sich Kapital schlagen und in Krisenzeiten Kontrolle gewinnen. Genau dieser Optimierungswahn macht viele krank, die Promiwelt spiegelt das wider. Vielleicht fängt Gesundheit dort an, wo Erwartungen aufhören.
In der Jugend ist das schwer begreiflich, mit Blick auf die alarmierenden Zahlen aus Wiesbaden sollten wir daher Körper wie den von Ariana Grande nicht bewerten, aber hinterfragen, welche Schönheitsideale Stars, Influencer und die Industrie vermitteln und warum. Letztlich geht es nicht darum, welcher Körper der richtige ist. Sondern warum uns immer eingeredet wird, wir hätten den falschen.

Ab dem 1. September ist der Wirkstoff Semaglutid als Tablette gegen Adipositas in Deutschland verfügbar. Experten betonen, dass das Medikament keine Wunderpille ist, eine ärztliche Begleitung erfordert und Lebensstiländerungen für den langfristigen Erfolg unerlässlich bleiben.

Eine Studie der University of Pennsylvania zeigt ein leicht erhöhtes Risiko für Haarausfall bei der Einnahme von GLP-1-Medikamenten wie Ozempic oder Wegovy. Experten betonen jedoch, dass die absoluten Fallzahlen gering sind und kein Grund zur Panik besteht.

Novartis hat mit dem Medikament Remibrutinib in MS-Studien positive Ergebnisse erzielt und plant die weltweite Zulassung. Die Aktie stieg um knapp fünf Prozent. Gleichzeitig wurden Studien zu einer Zelltherapie nach drei Todesfällen ausgesetzt.

Die Bundespflegebeauftragte Katrin Staffler hat eine Pleite der Pflegekassen trotz drohender Finanzlücken ab Oktober ausgeschlossen. Bundesdarlehen sollen die Zeit bis zu einer geplanten Pflegereform überbrücken.

Nach drei Todesfällen durch schwere Immunreaktionen stoppt Novartis mehrere CAR-T-Studien für Autoimmun- und neurologische Erkrankungen. Gleichzeitig verbucht der Schweizer Pharmakonzern positive Phase-III-Ergebnisse für das MS-Medikament Remibrutinib.
Nach der Sturzflut in Nepal und Tibet warnen Hilfsorganisationen vor katastrophalen hygienischen Bedingungen und dem Ausbruch von Krankheiten wie Cholera und Dengue-Fieber.