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Deutsche Arbeitnehmer reichen häufiger fehlerhafte Reiseabrechnungen ein
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Handelsblatt6/18/2026Business2 min readGermany

Deutsche Arbeitnehmer reichen häufiger fehlerhafte Reiseabrechnungen ein

Quick Look

  • Eine Umfrage zeigt, dass 26% der deutschen Geschäftsreisenden regelmäßig unzulässige Spesen einreichen, mehr als in Frankreich, Spanien, den USA und Großbritannien.
  • Viele Fehler entstehen aus Missverständnissen, nicht aus Vorsatz.

AI-generated summary

Why It Matters

Eine Umfrage unter Geschäftsreisenden in fünf Ländern ergab, dass deutsche Arbeitnehmer am häufigsten fehlerhafte Reiseabrechnungen einreichen. Dies kann aus Missverständnissen oder unklaren Richtlinien resultieren.

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München. Die Deutschen haben bei fehlerhaften Reiseabrechnungen die Nase vorne. In einer aktuellen Umfrage unter Geschäftsreisenden aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern in fünf Ländern sagten rund 26 Prozent der deutschen Befragten, dass sie regelmäßig unzulässige Spesen einreichen. Damit lagen sie vor Frankreich mit 22 Prozent, Spanien mit 21 Prozent, den USA mit 19 und dem Vereinigten Königreich mit 12 Prozent. Auftraggeber der Umfrage des Anbieters Censuswide mit insgesamt 8.000 Teilnehmern im April war Travel Perk, eine Plattform für Reise und Ausgabenmanagement.

Nimmt man auch Arbeitnehmer hinzu, die nach eigenen Angaben einige oder einige wenige Male falsche Abrechnungen eingereicht haben, sind die Zahlen noch größer: Unter anderem sagten gut 38 Prozent der in Deutschland Befragten, dass sie Kosten mehr als einmal eingereicht haben. 34 Prozent sagten, dass sie Kosten eines Kollegen ein zweites Mal eingereicht hätten. Mehr als 37 Prozent sagten, dass sie Kosten eingereicht hätten, die nichts mit ihrer Arbeit zu tun hatten.

„Das Ausmaß fehlerhafter Speseneinreichungen mag überraschen. Es wäre jedoch falsch, jeden Fall als vorsätzliches Fehlverhalten zu werten“, sagt Travel Perk Deutschlandchef Eugen Triebelhorn. „Viele entstehen aus echten Missverständnissen, unklaren Richtlinien oder Unsicherheit darüber, welche Ausgaben erstattungsfähig sind.“ Der Umfrage zufolge sagten gut 30 Prozent der Betroffenen, dass es sich um einen Fehler oder ein Missverständnis gehandelt habe.

Defizite bei den Abrechnungen gibt es aber auch zugunsten der Unternehmen. So sagten knapp 44 Prozent der Befragten in Deutschland, dass sie legitime Auslagen nicht zurückgefordert hätten. Besonders häufig taten sie das, weil es sich um zu kleine Beträge handelte, sie die Rechnung verloren hatten, sie sich unsicher waren, ob die Ausgabe gedeckt war oder weil ihnen die Einforderung zu aufwändig war.

Open Questions

  • Welche Maßnahmen ergreifen Unternehmen zur Verbesserung der Richtlinien?
  • Wie hoch sind die finanziellen Auswirkungen fehlerhafter Abrechnungen?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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