Deutsche Basketballerinnen erleiden klare Niederlage gegen Spanien bei Heim-WM
Quick Look
- Die deutsche Damen-Basketballnationalmannschaft verlor das Auftaktspiel der Heim-Weltmeisterschaft gegen Spanien mit 53:83.
- Die Spanierinnen trafen 53,5 Prozent ihrer Würfe, die Deutschen nur 29 Prozent.
- Bundestrainer Olaf Lange kritisierte die Offensivleistung, während Spielerinnen wie Alexandra Wilke und Leonie Fiebich nach Lösungen suchten.
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Why It Matters
Die deutsche Damen-Basketballnationalmannschaft nahm zuletzt 1998 an einer Weltmeisterschaft teil und hat sich seitdem zu einer der besten europäischen Mannschaften entwickelt, wobei sie bei der letzten EM den fünften Platz belegte.
Leonie Fiebich klatschte noch schnell einmal mit jeder ihrer Teamkolleginnen ab, dann stapfte die beste deutsche Nationalspielerin als Erste mit leicht gesenktem Kopf in die Kabine. Man hatte sich gefragt, wie die deutschen Basketballerinnen am Freitagabend in die Heim-WM starten würden. Ob sie nervös sein würden. Aber wer hatte diesen schlimmen Start in der Berliner Uber Arena gegen Spanien erwartet?
19 ihrer 34 Würfe trafen die Spanierinnen in der ersten Hälfte. Die Deutschen sieben ihrer 30 Würfe. Zur Pause im Auftaktspiel zu dieser Weltmeisterschaft stand es aus deutscher Sicht 24:50. »Es war ein sehr schwieriges erstes Viertel«, sagte Bundestrainer Olaf Lange hinterher. »Und ein nicht viel besseres zweites.«
Die deutschen Basketballerinnen haben in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Entwicklung geschafft. Zum ersten und letzten Mal nahmen die deutschen Basketballerinnen 1998 an einer Weltmeisterschaft teil – da mussten sie sich als Gastgeberinnen nicht qualifizieren. »Als ich anfing, waren wir chancenlos. Wir haben immer verloren«, sagte Guard Alexandra Wilke, die seit 2017 Nationalspielerin ist, kurz vor der WM der ZEIT.
Eine der besten Nationalmannschaften Europas
Diese Zeiten sind lange vorbei. Die deutsche Nationalmannschaft gehört inzwischen zu den besten Europas. Vergangenes Jahr wurde sie Fünfte bei der EM. Und während sie vor wenigen Jahren noch in Schulturnhallen vor nicht viel mehr als hundert Zuschauern spielte, macht sie jetzt große Hallen voll.
Dennoch ist es weiterhin so, dass Spanien an den meisten Tagen besser ist als die deutsche Mannschaft. An diesem war sie viel besser. »In allen Bereichen«, wie Olaf Lange ergänzte.
Bundeskanzler Friedrich Merz war auch in der Halle, brachte dem deutschen Team aber nicht mehr Glück als seiner Partei im Landtagswahlkampf. Mit 53:83 kamen die Deutschen gegen Spanien unter die Räder, eine sehr schmerzhafte Niederlage. Wie schon in den drei Testspielen vor der WM hatten die Deutschen sehr große Probleme, sich freie Würfe zu erspielen. Sie konnten die Spanierinnen viel zu selten abschütteln. Und deshalb gerieten viele ihrer Würfe zu Notwürfen kurz vor Ablauf der Shotclock, oft bekamen sie gar keinen Wurf rechtzeitig los.
Ein paar ernüchternde Statistiken:
Nur 18 von ihren 62 Würfen trafen die Deutschen, desaströse 29 Prozent. Spanien traf 53,5 Prozent.
Nur zehn deutschen Korberfolgen ging ein Assist, eine Vorlage voraus. Ein Zeichen für das hakelige Offensivspiel. Die Spielmacherin Alexis Peterson, von der offensiv so viel abhängt, machte das Spiel nicht; nur ein Assist. Spanien: 21 Assists.
Nur eine deutsche Spielerin machte mehr als zehn Punkte (Leonie Fiebich, 13).
Woran lag das schlechte Abschneiden?
Die Spielerinnen, die ein bisschen geschockt schienen, hatten darauf kurz nach dem Spiel noch keine Antwort. »Wir müssen das verarbeiten«, sagte Alexandra Wilke. Olaf Lange zeigte sich von der Verteidigungsleistung enttäuscht – von der Offensive kann er nicht viel mehr gehalten haben.
Open Questions
- Wie wird die Mannschaft auf die Niederlage reagieren?
- Welche taktischen Änderungen werden vor dem nächsten Spiel vorgenommen?
- Kann die Offensive im weiteren Turnierverlauf verbessert werden?

