Deutsche Industrie sieht Wettbewerbsfähigkeit schwinden
Quick Look
- Deutsche Industrieunternehmen sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit auf Märkten außerhalb der EU schwinden.
- Besonders betroffen sind die Automobil-, Maschinenbau- und Metallindustrie.
- Reformen sind laut Ifo-Institut unabdingbar.
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Why It Matters
Deutsche Industrieunternehmen sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit auf Märkten außerhalb der Europäischen Union schwinden. Das Ifo-Institut berichtet, dass dies über nahezu alle Branchen hinweg der Fall ist, mit besonders schwierigen Bedingungen in der Automobilindustrie und im Maschinenbau. Die Chemieindustrie zeigt leichte Verbesserungen innerhalb Europas, aber eine Verschlechterung außerhalb.
Über nahezu alle Branchen hinweg hat sich demnach die Bewertung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert. Besonders schwierig bleibt die Lage in der deutschen Automobilindustrie. 20.05.2026 - 08:10 Uhr Artikel anhören
Produktion bei VW: 38 Prozent der Unternehmen in der Automobilindustrie berichten von einer nachlassenden internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Berlin. Jeder vierte deutsche Industriebetrieb sieht seine Wettbewerbsfähigkeit auf Märkten außerhalb der Europäischen Union schwinden. Im April gaben dies 25,2 Prozent der Unternehmen an, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage mitteilte.
Innerhalb Europas liegt der Anteil etwas niedriger bei 15,5 Prozent. „Die deutschen Unternehmen stehen auf den Weltmärkten zunehmend unter Druck“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Von einer Trendwende ist bislang nichts zu erkennen.“
Über nahezu alle Branchen hinweg hat sich demnach die Bewertung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert. Besonders schwierig bleibt die Lage in der deutschen Automobilindustrie, die etwa mit der wachsenden Konkurrenz aus China zu kämpfen hat: Dort berichten rund 38 Prozent der Unternehmen von einer nachlassenden internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Auch im Maschinenbau (31,8 Prozent), in der Metallerzeugung und -bearbeitung (38,3 Prozent) sowie bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (34,5 Prozent) sehen viele Unternehmen Nachteile im Konkurrenzkampf mit ausländischen Anbietern.
Ein Lichtblick ist hingegen die Chemieindustrie: Dort konnte sich die Einschätzung der eigenen Wettbewerbsposition zumindest innerhalb Europas leicht verbessern, betonte das Institut. Außerhalb Europas hat sie sich jedoch weiter verschlechtert. „Deutschland droht im internationalen Wettbewerb weiter zurückzufallen“, lautet das Fazit von Ifo-Forscher Wohlrabe. „Um gegenzusteuern, sind Reformen unabdingbar.“
Wirtschaftsverbände fordern beispielsweise einen Abbau der Bürokratie, eine Modernisierung der staatlichen Verwaltung und eine Haushaltskonsolidierung. Als zentral für langfristiges Wachstum sehen sie private Investitionen, die aber nur mit den richtigen Rahmenbedingungen kommen würden.
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Deutschland droht im internationalen Wettbewerb weiter zurückzufallen, wenn keine Reformen umgesetzt werden.
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Open Questions
- Welche spezifischen Reformen werden von den Wirtschaftsverbänden gefordert?
- Wie genau wirkt sich die Konkurrenz aus China auf die deutsche Automobilindustrie aus?
- Welche Rolle spielen Energiepreise und Fachkräftemangel für die Wettbewerbsfähigkeit?
- Wie wird sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln?






