DAX gibt nach – Ölpreise fallen, BMW senkt Ausblick
Quick Look
- Der DAX fällt leicht, während Ölpreise sinken und BMW seinen Jahresausblick wegen der Krise in China und des Iran-Kriegs deutlich senkt.
- US-Indizes und Nikkei verzeichnen Gewinne.
AI-generated summary
Why It Matters
Ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung von Kämpfen wurde angekündigt, Details bleiben offen. Gleichzeitig senkt BMW seinen Ausblick aufgrund der Krise am chinesischen Automarkt.
Im frühen Geschäft geht es mit dem DAX moderat um knapp 0,4 Prozent abwärts. Der Index bleibt damit leicht unter der Marke von 25.000 Punkten, behauptet aber sein hohes Niveau. Entsprechende vorbörsliche Indikationen bestätigen sich damit. Gestern hatte der deutsche Leitindex leicht um 0,1 Prozent auf 24.910 Punkte zugelegt.
Allerdings zeigt sich auch, dass das umstrittene Rahmenabkommen der Trump-Regierung mit Iran nicht mehr wirklich zieht. Zu viele Details bleiben noch offen. Ab Freitag wollen die Konfliktparteien beraten. Im Blick der Anlegerinnen und Anleger bleibt auch das G7-Treffen im französischen Évian.
Die internationalen Vorgaben sind für heute uneinheitlich. In den USA hat der Dow-Jones-Index der Standardwerte zugelegt und sogar ein neues Rekordhoch bei 51.999 Punkten markiert. Bei Tech-Aktien gab es allerdings Gewinnmitnahmen.
In Asien zeigten sich die Anlegerinnen und Anleger heute zuversichtlicher - in Japan stieg der Leitindex Nikkei in der Spitze auf ein neues Allzeithoch von 70.125 Punkten. Aus dem Handel ging er 0,7 Prozent höher bei 69.902 Zählern.
Einen wichtigen Effekt aber hat das Rahmenabkommen der Kriegsparteien aber: Die Ölpreise fallen - am Morgen wird ein Fass der Nordseesorte Brent bei rund 79 Dollar je Fass gehandelt. Nach Angaben aus Teheran haben die USA ihre seit zwei Monaten andauernde Blockade iranischer Häfen nach Angaben aus Teheran beendet.
US-Präsident Trump hatte am Sonntagabend erklärt, sich auf ein Rahmenabkommen mit Iran zur Beilegung der Kämpfe geeinigt zu haben. Die Sperrung der Straße von Hormus für die Schifffahrt werde aufgehoben, ebenso die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine.
Der Autobauer BMW kappt wegen der Krise am chinesischen Automarkt und der Folgen des Iran-Kriegs seinen Jahresausblick deutlich. Für die Autosparte rechnet der DAX-Konzern in diesem Jahr nur noch mit einer operativen Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern von ein bis drei Prozent, wie er am Dienstag nach Börsenschluss in München überraschend mitteilte. Bisher hatte das Management vier bis sechs Prozent veranschlagt.
Die negative Entwicklung im chinesischen Automarkt habe sich im zweiten Quartal weiter beschleunigt, hieß es zur Erklärung. Dies führe zu einem härteren Wettbewerb in China und in Ländern der Region Asien-Pazifik, dem sich BMW nicht entziehen könne.
Im Fokus der Anlegerinnen und Anleger steht auch die Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Angesichts der erhöhten Inflation in den USA rechnen Expertinnen und Experten zwar nicht mit einer Veränderung der Zinsspanne von derzeit 3,5 bis 3,75 Prozent. Investoren warten jedoch mit Spannung auf die erste Pressekonferenz des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh.
"Die Börsen preisen aktuell eine Zinserhöhung in diesem Jahr ein. Der US-Präsident fordert sinkende Zinsen. In diesem Spannungsfeld wird Kevin Warsh seinen eigenen Weg finden müssen", resümierte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners. Zudem werden am Abend die Zinsprognosen der einzelnen Fed-Mitglieder aktualisiert. Diese dürften zeigen, für welchen künftigen Zinspfad sich eine Mehrheit in der US-Notenbank abzeichnet.
Bei den US-Einzelwerten standen SpaceX im Fokus. Die Papiere des Raumfahrt- und KI-Konzerns legten am Ende 4,83 Prozent auf 201,80 Dollar zu, gaben aber einen Teil ihrer frühen Gewinne im Verlauf wieder ab. Der Weltraum- und KI-Konzern von Elon Musk ist nun das fünftwertvollste Unternehmen der Welt. Damit schuf SpaceX schon an seinem dritten Handelstag eine historisch beispiellose Wertsteigerung um rund eine Billion Dollar seit der Erstnotiz.
Zwischenzeitlich waren die Aktien von SpaceX um gut 17 Prozent nach oben geschnellt, woraus sich eine Marktkapitalisierung von fast drei Billionen Dollar ergeben hatte. Damit hatte der Konzern beim Börsenwert sowohl den Handels- und Technologieriesen Amazon als auch den Softwaregiganten Microsoft überholt.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Fed wird Zinsen nicht ändern, aber Ausblick auf künftige Pfade geben.
Likely · Within days
Ölpreise bleiben unter Druck, solange Blockaden nicht wieder eingeführt werden.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wie detailliert ist das Iran-Abkommen?
- Wie wird sich die Fed-Zinspolitik entwickeln?
- Wie stark wird sich die China-Krise auf BMW auswirken?




