
Trotz Niedrigwasser am Rhein steigt der Einkaufsmanagerindex im August überraschend auf 54,1 Punkte.
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Die Industrie hatte im zweiten Quartal Anzeichen einer Stagnation gezeigt. Der Anstieg der Ölpreise infolge des Nahostkonflikts sorgte zuletzt für Unsicherheit.
Berlin. Die deutsche Industrie ist im August trotz Belastungen durch das Rekord-Niedrigwasser am Rhein so kräftig gewachsen wie seit über vier Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex stieg überraschend um 1,9 Zähler auf 54,1 Punkte, wie der Finanzdienstleister S&P Global am Freitag zu seiner monatlichen Unternehmensbefragung mitteilte.
„In der Industrie hat die Erholung wieder an Schwung gewonnen, nachdem es im zweiten Quartal Anzeichen für eine Stagnation gegeben hatte“, sagte Phil Smith, Ökonom bei S&P Global Market Intelligence. „Produktion, Auftragseingänge und Exporte sind allesamt so stark gestiegen wie seit Anfang 2022 nicht mehr.“ Das signalisiere „gewisse Aufholeffekte“, nachdem es in den vergangenen Monaten Unsicherheit wegen des Ölpreisanstiegs im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten gegeben hatte.
Steigende Verteidigungsausgaben machten sich nun bemerkbar. „Es bleibt zwar abzuwarten, ob dieses Wachstumstempo aufrechterhalten werden kann – nicht zuletzt angesichts der anhaltenden Versorgungsrisiken“, sagte Smith. Die bemerkenswerte Aufhellung der Geschäftsaussichten unter den Herstellern deute aber darauf hin, „dass der Aufschwung auf soliden Beinen steht“.

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