
Umsatzrückgang im ersten Halbjahr trotz positiver Entwicklung bei Küchenmöbeln
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Die Branche leidet unter den Folgen der Pandemie, in der viele Haushalte Käufe vorzogen, sowie unter gestiegenen Kosten und einem schwachen Wohnungsbau.
Herford/Köln. Kunden halten sich beim Möbelkauf weiter zurück, die Branche kommt deshalb nicht aus der Krise. Im ersten Halbjahr setzten die Hersteller 7,7 Milliarden Euro um. Nominal lag der Umsatz damit 2,7 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, wie der Verband der deutschen Möbelindustrie (VDM) unter Berufung auf vorläufige amtliche Zahlen mitteilte. Immerhin stiegen die Erlöse bei Küchenmöbeln um ein Prozent.
Verbandsgeschäftsführer Jan Kurth verwies auf schwierige Bedingungen. Neben steigenden Material-, Energie- und Lohnkosten belaste das schwache Konsumklima die Branche. Ein immer größerer Teil der Kaufkraft fließe in Reisen und Freizeit. Hinzu kämen ein stockender Wohnungsbau und wachsender internationaler Wettbewerbsdruck.
Während der Trend bei Küchen positiv ist, sanken die Umsätze in den übrigen Kategorien, am stärksten bei Polstermöbeln (minus 10 Prozent). Besonders schwach lief das Geschäft auf dem deutschen Markt, das um 4,1 Prozent schrumpfte. Auch beim Auftragseingang zeigt sich ein uneinheitliches Bild: Bei Küchenmöbeln wurden zwischen Januar und Juni 0,9 Prozent mehr Aufträge verzeichnet als im Vorjahreszeitraum, bei Polstermöbeln dagegen 10,5 Prozent weniger. Kurth rechnet für dieses Jahr nicht mit einer spürbaren Belebung.
Die Möbelindustrie steckt seit längerem in der Krise. 2025 sanken die Erlöse zum dritten Mal in Folge auf den niedrigsten Stand seit 2009. Allein zwischen 2023 und 2026 hat die Branche rund 20 Prozent ihres Umsatzes eingebüßt. In der Branche wird dies auch darauf zurückgeführt, dass Haushalte während der Pandemie Käufe vorzogen und der Bedarf vielerorts gedeckt sei.
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Keine spürbare Belebung der Möbelbranche im laufenden Jahr.
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Die deutsche Möbelindustrie verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 einen Umsatzrückgang von 2,7 Prozent. Hohe Lebenshaltungskosten und verändertes Konsumverhalten führen zu Kaufzurückhaltung. 40 Prozent der Unternehmen planen Kurzarbeit.

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