
Zum Auftakt der Börsenwoche zeigt sich der DAX zunächst stabil. Im Fokus stehen KI-Pläne der Telekom, trübe Stimmungsdaten bei Autoindustrie und Verbrauchern sowie die Entwicklung an den Anleihe- und Ölmärkten.
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Der DAX verzeichnete am Freitag zuvor einen Gewinntrend von 1,2 Prozent. Das ifo-Institut und der HDE erheben regelmäßig Konjunkturindikatoren.
Zum Auftakt der neuen Börsenwoche haben sich am deutschen Aktienmarkt zunächst keine größeren Kurssprünge abgezeichnet. Der DAX hielt sich zum Handelsstart über der runden Marke von 25.000 Zählern, und zwar mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 25.280 Zähler.
In den ersten Minuten drehte der deutsche Leitindex dann ins Minus und verlor zuletzt 0,1 Prozent. Am Freitag hatte der DAX noch 1,2 Prozent auf 25.231 Punkte gewonnen, womit er sein Wochenminus auf 0,7 Prozent eindämmte.
Unter den Einzelwerten dürfte die Telekom heute einen Blick wert sein: Die Deutsche Telekom will durch den verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) kräftig sparen. 2027 würden die Kosten im Vergleich zu 2023 voraussichtlich um 1,1 Milliarden Euro sinken, bis 2030 werde die Ersparnis auf 2,5 Milliarden Euro steigen. Die Ausgaben seien bei dieser Berechnung allerdings nicht berücksichtigt.
Gleichzeitig prognostizierte die Telekom ein kräftiges Wachstum ihres KI-Geschäfts. Das Unternehmen gab die KI-Strategie anlässlich seines ersten, dieser Technologie gewidmeten Investorentags bekannt. Auf der Veranstaltung sollen unter anderem praktische Anwendungsbeispiele präsentiert werden.
Auch Autowerte könnten heute in den Fokus rücken: Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich im September stark eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf minus 35,0 Punkte, wie das Münchner ifo-Institut mitteilte. Die Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage damit so schlecht wie noch nie in diesem Jahr.
Und auch die Stimmung unter den deutschen Verbrauchern hat sich wenige Wochen vor dem beginnenden Weihnachtsgeschäft eingetrübt. Das Barometer für das Konsumklima sank im Oktober um 1,19 Punkte auf 93,51 Zähler, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) mitteilte. Es liegt damit auch deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats. "Eine Belebung des privaten Konsums zeigt sich aktuell nicht", lautet das Fazit des HDE. "Damit trüben sich auch die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft etwas ein." Am Jahresende fahren viele Geschäfte einen großen Teil ihres Umsatzes ein.
Der Euro steht ebenfalls unter Druck, er setzte am Montag seine Talfahrt der vergangenen Wochen fort und fiel unter die Marke von 1,12 US-Dollar. Für Exportunternehmen ist das zwar positiv, doch die politische Unsicherheit bereitet Investoren Sorgen. "Anleger entziehen dem Euro das Vertrauen", kommentierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.
So stand vor dem Wochenende der jüngste Anstieg der Renditen französischer Staatsanleihen im Fokus. In der zehnjährigen Laufzeit lag die Rendite deutlich höher im Vergleich zu Bundesanleihen. Dies belastet auch die Aktienmärkte: "Für Kopfzerbrechen dürfte weiterhin die Entwicklung der Anleihenmärkte dies- und jenseits des Atlantiks sorgen", sagte Timo Emden, Chefmarktanalyst beim Online-Broker CapTrader. Die Anleiherenditen und der Ölpreis seien derzeit die entscheidenden Faktoren für die Börsen.
Am Rohstoffmarkt bleiben die Preise weiter hoch, die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee kostete zuletzt 101,68 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte bei 90,18 Dollar. Steigende Rohölexporte aus dem Nahen Osten und die Freigabe von 100 Millionen Barrel aus den Notreserven der G7-Staaten drückten die Preise. Dies glich die Sorgen über Angriffe der Huthi-Rebellen auf Anlagen von Saudi Aramco sowie zunehmende Attacken auf Öltanker in der Straße von Hormus aus.
Auch von wichtigen Ölexportländern des Verbunds Opec+ ist zunächst keine Entspannung zu erwarten: Sie wollen ihre Förderziele auch im November nicht anheben. Das teilten Saudi-Arabien, Russland und weitere fünf Staaten nach einer Online-Sitzung mit. Somit werden die Produktionslimits der Gruppe den zweiten Monat in Folge gleich bleiben.
Die Aussicht auf eine Zinspause in den USA hat die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenstart angetrieben. Schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten dämpften die Zinssorgen der Anleger. Das Risiko weiterer Arbeitsplatzverluste bedeutet laut Analysten, dass die Fed die Zinsen nicht um weitere 100 Basispunkte anheben könne. Die Anleger preisen nun nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 22 Prozent für eine Zinserhöhung in diesem Monat ein.
In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am Montag um 2,4 Prozent auf 69.946 Punkte zu. Das Handelsvolumen fiel jedoch gering aus, da die Börse Shanghai feiertagsbedingt geschlossen blieb.
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Opec+ hält Förderziele im November stabil
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