Deutsches Gastgewerbe stagniert im April
Quick Look
- Die Umsätze im deutschen Gastgewerbe stagnierten im April real im Vergleich zum Vormonat.
- Hotels verzeichneten ein leichtes Plus, während die Gastronomie Rückgänge verzeichnete.
- Trotz ermäßigtem Mehrwertsteuersatz bleibt die Branche in der Krise.
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Why It Matters
Das deutsche Gastgewerbe leidet unter gestiegenen Preisen infolge von Kriegen und kommt nicht aus der Krise. Eine Mehrwertsteuersenkung seit Jahresbeginn sollte Abhilfe schaffen.
Berlin. Das deutsche Gastgewerbe ist ohne Rückenwind ins zweite Quartal gestartet. Im Vergleich zum Vormonat stagnierten die Umsätze im April real (preisbereinigt), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte. Nominal ergab sich ein Anstieg um 0,4 Prozent. Restaurants, Kneipen, Hotels und andere Beherbergungsbetriebe kommen damit weiterhin nicht aus der Krise.
In den vergangenen sechs Jahren hatte die Branche konstant Verluste geschrieben. Grund dafür sind unter anderem gestiegene Preise infolge der Kriege in der Ukraine und in Nahost. Die Bundesregierung hat der Branche allerdings unter die Arme gegriffen. Seit Jahresbeginn gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz auf Speisen in der Gastronomie von sieben Prozent, zuvor waren es 19 Prozent.
Im Vergleich zum April 2025 verzeichnete das Gastgewerbe real ein Minus von 7,1 Prozent, nominal stieg der Umsatz um 0,7 Prozent. In den einzelnen Branchen zeigte sich die Lage unterschiedlich. Während Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen ein Plus von real 1,2 Prozent und nominal 1,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat hatten, sank der Umsatz bei der Gastronomie real um 0,6 Prozent und nominal um 0,2 Prozent. Gegenüber dem April des vergangenen Jahres nahm der Umsatz in beiden Branchen real um 7,4 Prozent ab.
Open Questions
- Wann wird sich die Branche erholen?
- Wie wirken sich weitere Preissteigerungen aus?




