Der Hamburger Eimsbütteler Ballspiel Club spielt im DFB-Pokal gegen den BVB im Volksparkstadion.
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Der HEBC gewann am 23. Mai das Hamburger Pokalfinale mit 5:1 gegen den SC Vorwärts-Wacker.
Liebe Leserin, lieber Leser,
der Hamburg Eimsbütteler Ballspiel Club ist ein nachbarschaftlicher Sportverein in der Tornquiststraße. Man spielt dort Tischtennis und boxt, es gibt Kinderturnen und Fußball, die Vereinsfarben sind lila und weiß. Die Herrenmannschaft des HEBC spielt in der Oberliga, der fünfthöchsten deutschen Spielklasse. Dort treten die Fußballer normalerweise profigehaltfrei vor 250 Zuschauern gegeneinander an, auf einem Rasen mit ein paar Sitzbänken drumherum.
Die Herrenmannschaft der Borussia Dortmund spielt seit 1976 ununterbrochen in der ersten Fußballbundesliga. Ihre Heimspielstätte, das Westfalenstadion, ist mit mehr als 81.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands. In der Sportbild meiner Söhne steht: Der Marktwert des BVB-Teams liegt aktuell bei 474,2 Millionen Euro.
Fußballerisch unterschiedlicher kann man also kaum aufgestellt sein. Und doch treten der HEBC und der BVB gegeneinander an – und zwar heute.
Am 23. Mai nämlich hat der HEBC im Hamburger Pokalfinale mit 5:1 gegen SC Vorwärts-Wacker aus Billstedt gewonnen. Damit qualifizierte er sich für den DFB-Pokal – und als Gegner wurde ihm ausgerechnet der BVB zugelost.
Für Fans und Spieler des HEBC ist der Umstand, gegen eine derartige Star-Mannschaft spielen zu dürfen, grob zusammengefasst der totale Wahnsinn. Schon jetzt redet man in Eimsbüttel vom »Jahrhundertspiel«, seit Wochen tragen hier Menschen lila, Restaurants und Geschäfte dekorieren ihre Fenster entsprechend, es gibt gefärbtes Gebäck und eine lila-weiß besprühte Osterstraße. Sogar auf der Fassade des Bezirksamts strahlt ein riesiges lila Herz. Zur Austragung der Partie zog man ins Volksparkstadion, 41.600 Karten wurden schon verkauft.
Bisschen crazy das alles? »Auf jeden Fall«, sagte gestern der HEBC-Kapitän Janek Wrede auf der eigens angesetzten Pressekonferenz. Wie man sich auf so ein Spiel vorbereitet? Trainer Philipp Obloch: »Ich fürchte, da darf ich mich und unsere Arbeit nicht zu wichtig nehmen.« Am Ende entscheide wohl, wie weich bei den Spielern die Knie sind. Ein Ziel? »Nicht zweistellig verlieren«, sagte der erste Vorsitzende des HEBC, Konstantin Zimmermann.
Um 20.45 Uhr geht es los. Falls Sie diesem historischen Ereignis beiwohnen wollen: Es gibt noch Tickets. Auf RTL wird das Spiel auch gezeigt.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und den Spielern des HEBC die weltfestesten Knie. Folgendes würde ich diesen gerne mitgeben: 2016 lag die Buchmacher-Quote darauf, dass Leicester City die Meisterschaft in der Premier League gewinnt, bei 5.000:1. Als ebenso wahrscheinlich galt es, das Loch-Ness-Monster zu finden. Geschafft haben sie es dennoch.
Ihre Maria Rossbauer
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WAS HEUTE WICHTIG IST
Der Rechnungshof ermahnte Senat und Bürgerschaft zu härteren Sparmaßnahmen im Doppelhaushalt 2027/2028. Vizepräsident Philipp Häfner rät etwa zu größeren Schulklassen, einer Einschränkung des nahezu kostenlosen Deutschlandtickets für Schülerinnen, auch ein höheres Pensionsalter der Vollzugskräfte bei Polizei, Feuerwehr und Justiz hält er für eine Option. Der Rechnungshof taxiert den Konsolidierungsbedarf auf eine Milliarde Euro – 400 Millionen Euro höher als der Senat.
Im Juni, Juli und August lag die mittlere Temperatur in Hamburg bei 18,9 Grad und damit um 2,4 Grad über dem langjährigen Mittel der Vergleichsperiode von 1991 bis 2020. Das geht aus der vorläufigen Sommerbilanz des Deutschen Wetterdienstes hervor. Es gab 14 heiße Tage mit mindestens 30 Grad und vier sehr heiße Tage mit mindestens 35 Grad im Stadtgebiet – ein Rekord für Hamburg.
Die Präsidialverwaltung der Hamburger Universität hat jetzt ein Dach voller Photovoltaikanlagen. Laut Uni und den Hamburger Energiewerken erzeugen 445 PV-Module Solarstrom auf der neu sanierten Dachfläche und produzieren damit jährlich mehr als 165.000 Kilowattstunden Strom.
Bei einem Brand eines historischen Reetdachhauses in Schenefeld ist in der Nacht zum Montag ein Schaden in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro entstanden. Die Feuerwehr rettete die Bewohner des Hauses, niemand musste ins Krankenhaus. Durch einen Löschangriff von allen Seiten konnte auch das Übergreifen auf umliegende Häuser verhindert werden.
In der Nacht zum Sonntag hat ein 18-Jähriger bei einem mutmaßlichen Autorennen durch Harburg die Kontrolle über seinen Wagen verloren und ist gegen eine Hauswand gekracht. Bei dem Unfall wurden er und sein 24-jähriger Beifahrer leicht verletzt. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.
AUS HAMBURG
Bloß keinen Nachschlag
Zieht das Naturkundemuseum nun in den Elbtower? Die Verhandlungen zwischen der Stadt und den Investoren drohen gerade zu scheitern. Dabei geht es nicht wirklich ums Geld, schreibt ZEIT-Autor Christoph Twickel. Lesen Sie hier einen Auszug aus seinem Artikel:
Im Oktober 2025 rechnete Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) den Bürgerinnen und Bürgern vor, warum es ein guter Deal wäre, wenn die Stadt als Miteigentümer beim Elbtower-Bau einsteigt. Die Baustelle des Hochhauses in der HafenCity stand zu diesem Zeitpunkt bereits fast zwei Jahre lang still, Grund dafür war die Pleite des Investors René Benko (Z+). Nun erinnerte der Finanzsenator daran, dass sich Hamburg verpflichtet hatte, für die bislang verstreut untergebrachten naturkundlichen Sammlungen ein neues Museum zu bauen (Z+).
Der Neubau eines Naturkundemuseums würde mindestens 824 Millionen Euro verschlingen, sagte Dressel. Wenn die Stadt das Naturkundemuseum aber im Elbtower unterbrächte, koste das lediglich 595 Millionen. Das wäre also deutlich günstiger – und es würde nebenbei helfen, dass auf der prominentesten Baustelle der Stadt endlich weitergebaut werden könnte. Dressel versprach, die Schätzungen und Berechnungen, die hinter dieser Abwägung steckten, der Hamburgischen Bürgerschaft zur Begutachtung vorzulegen.
Dazu ist es bislang nicht gekommen, obwohl bald ein Jahr vergangen ist. Die Verhandlungen der Stadt mit der Investorengruppe um Dieter Becken, der inzwischen die Bauruine des Elbtowers gehört, ziehen sich. Inzwischen ist sogar fraglich, ob sie noch erfolgreich enden können.
Dirk Kienscherf, Fraktionschef der SPD in der Bürgerschaft, hat gegenüber dem Hamburger Abendblatt erklärt, er schätze die Chancen inzwischen als »gering« ein, dass das Museum in den Elbtower zieht. Schließlich lägen den Investoren seit Monaten die Bedingungen der Stadt für einen Einstieg vor. Die 595 Millionen Euro seien ein »All-inclusive-Paket«, so hatte es Dressel formuliert: »Wir werden auf diese Summe wie ein Schießhund aufpassen.« (Z+) Kienscherf bekräftigte jetzt Dressels Position: Es werde »keinen Nachschlag geben«.
Ob es für den Elbtower dennoch Optionen für eine öffentliche Nutzung gibt, lesen Sie weiter in der ungekürzten Fassung. → Zum Artikel (Z+)
SCHON GELESEN?
Ein Hoch auf die Hustensymphonie
Eine neue Pastille soll Räuspern und Rascheln im Konzertsaal verhindern. Aber geht ohne das kränkliche Lied des Publikums nicht etwas verloren? → Zum Artikel von ZEIT-Autorin Isolde Sellin (Z+)
DAS KÖNNTE SIE INTERESSIEREN
Vom 11. bis 13. September laden rund 175 Denkmalorte Hamburgs mit mehr als 500 Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals ein. Unter dem Motto »NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur« geht es darum, Hamburgs Bau- und Stadtgeschichte zu entdecken – und Verbindungen zwischen Orte, Menschen, Wegen und Geschichten.
Tag des Offenen Denkmals, 11. – 13.9.; diverse Orte und Veranstaltungen, das Programm finden Sie hier
MEINE STADT
HAMBURGER SCHNACK
Bus der Linie 15, Anfang August. Zwei Jungs, ungefähr acht Jahre alt, unterhalten sich über die kommenden Weihnachtswünsche. Der eine: »I wünsch’ mir eine Karte für das Musical vom Weihnachtsmann.« Darauf der andere: »Nee, wünsch’ dir das gleich bei Gott, das ist der Chef vom Weihnachtsmann.«
Gehört von Kirsten von Mejer
Borussia Dortmund steht vor der Leihe von Arsenals Ethan Nwaneri als Ersatz für Giannis Konstantelias. Nick Woltemade reist zum Medizincheck zu Juventus Turin. Auch Leipzig, Bremen, Frankfurt und Hoffenheim vermelden Transfers.

Hockey-Weltmeister und DHB-Kapitän Tom Grambusch spricht im SPIEGEL-Interview mit Benjamin Knaack über seinen Führungsstil, die jungen Spieler und das Geheimnis des Erfolgs der deutschen Hockey-Herren.
Zahlreiche Transfers und Personalwechsel prägen den Fußball: BVB leiht Ethan Nwaneri, Nick Woltemade wechselt zu Juventus Turin und Superstar Lionel Messi erklärt seinen Rücktritt aus der argentinischen Nationalmannschaft.

Lionel Messi beendet mit 39 Jahren seine Karriere in der argentinischen Nationalmannschaft. Internationale Medien würdigen seine Laufbahn nach einer Erklärung des Superstars.

Lionel Messi hat mit 39 Jahren seinen Rücktritt aus der argentinischen Nationalmannschaft bekanntgegeben, sechs Wochen nach der WM-Finalniederlage gegen Spanien. Er dankt Fans, Familie und Gott, erwähnt den Tod seines Vaters als zusätzlichen Grund und betont, dass er die Entscheidung bereits zwei Tage nach dem Finale getroffen habe. Messi bleibt bis 2028 bei Inter Miami unter Vertrag.
Der 1. FC Köln leiht den 19-jährigen Stürmer Mikey Moore von Tottenham Hotspur aus. Der Stürmer erhält einen Vertrag bis Juni 2027 und soll Spielpraxis sammeln, bevor er im Sommer 2027 zu den Spurs zurückkehrt. Moore gilt als Ersatz für Jakub Kaminski und könnte auf der rechten Außenbahn spielen.