Donald Trump: Kein US-Angriff auf den Iran vor Kongresswahlen
Quick Look
- US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA würden Iran vor den Kongresswahlen am 3.
- November nicht angreifen und führten produktive Gespräche mit Teheran, während die Blockade iranischer Häfen fortbesteht und der Krieg sowie hohe Benzinpreise den Wahlkampf belasten.
AI-generated summary
Why It Matters
Der Krieg zwischen den USA und Iran dauert bereits mehrere Monate an und hat zu hohen Ölpreisen sowie wirtschaftlichen Belastungen geführt. Die USA haben Sanktionen gegen den iranischen Luftfahrtsektor verhängt.
US-Präsident Donald Trump schließt nach eigenen Worten eine erneute Offensive gegen Iran vor den US-Kongresswahlen aus. Die USA würden Iran vor den Zwischenwahlen am 3. November zu keinem Zeitpunkt angreifen, schrieb Trump am Donnerstag auf seiner Onlineplattform Truth Social. Zugleich erklärte er, man führe produktive Gespräche mit der Islamischen Republik. Die US-Blockade iranischer Häfen bleibe aber in Kraft. Es gelangten gleichwohl weiter Öl-Lieferungen durch die Straße von Hormus.
Ob Trumps Darstellung stimmt, dass die USA produktive Gespräche mit Iran führen, ließ sich nicht unabhängig klären.
Der Krieg und die monatlichen Kosten von drei Milliarden Dollar sind zu einem zentralen Thema im US-Wahlkampf geworden. Auch die hohen Benzinpreise setzen Trumps Republikaner unter Druck und gefährden ihre Mehrheit im Kongress. Trump erklärte wiederholt, er erwarte nach den Wahlen einen deutlichen Rückgang der Ölpreise. Worauf er seine Prognose stützt, ist unklar.
Die USA und Iran haben in den vergangenen Wochen Vorschläge ausgetauscht, um den Krieg zu beenden und die für die globalen Öl- und Gaslieferungen wichtige Straße von Hormus am Persischen Golf wieder zu öffnen. Iran blockiert die Meerenge seit Monaten weitgehend.
Beobachter hatten wiederholt darauf hingewiesen, dass die bisherigen US-Angriffe auf Iran das Land nicht in die Knie gezwungen hätten und Iran in einer eher starken Position sei. Zudem habe sich der von den USA und Israel Ende Februar begonnene Krieg zu einer erheblichen Belastung für zahlreiche Volkswirtschaften und die Weltwirtschaft entwickelt.
Derweil ist der US-Flugzeugträger »USS Abraham Lincoln« wieder in die USA zurückgekehrt. Bilder zeigten, wie das Schiff im Hafen der Westküstenstadt San Diego einlief. Die »USS Abraham Lincoln« war Medien zufolge 265 Tage lang ohne Hafenaufenthalt unterwegs gewesen. Das Schiff sorgte während seines Einsatzes, unter anderem im Irankrieg, wegen angeblicher Versorgungsengpässe und Beschwerden von Matrosen und Angehörigen der insgesamt 5000 Soldaten für Schlagzeilen.
Berichte über Probleme mit der Wasserversorgung, verstopfte Toiletten sowie eine zunehmende psychische Belastung der Besatzung infolge diverser Missstände hatten für Kritik gesorgt. In einigen Fällen sollen Besatzungsmitglieder nach Angaben ihrer Angehörigen versucht haben, über Bord zu springen. Das US-Militär wies die schwersten Vorwürfe zurück.
Das atomgetriebene Schiff war im November 2025 zunächst für einen Einsatz im Pazifik aus San Diego ausgelaufen. Infolge des Kriegs mit Iran wurde der Flugzeugträger dann aber in den Nahen Osten verlegt. Erst Anfang September lief das 330 Meter lange und bis zu 74 Meter hohe Schiff dann in der thailändischen Touristenhochburg Pattaya ein – der erste Landgang nach mehr als 200 Tagen auf See.
Auch in Iran haben viele Menschen gejubelt. Der Grund: Erstmals seit Beginn des Krieges ist wieder ein Linienflug einer ausländischen Airline gelandet. »Der Flug von Iraqi Airways hob vom Flughafen in Nadschaf ab und landete erfolgreich auf dem Imam-Chomeini-Flughafen in Teheran«, berichtete das staatliche Fernsehen am Donnerstag. Den Angaben zufolge brachte der Flug Gläubige aus der Pilgerstadt im Irak nach Iran zurück.
Im Zuge des Kriegs gegen Iran hatte die US-Regierung Anfang September weitreichende Sanktionen gegen den iranischen Luftfahrtsektor verhängt und angekündigt, hart gegen Unternehmen vorzugehen, die ihn unterstützen. Teheran reichte deswegen Ende September eine Beschwerde bei der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) ein.
Für Iraner sind derzeit Flüge in die benachbarte Türkei eine Möglichkeit, das Land zu verlassen oder wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Weiterhin bedienen iranische Fluglinien zudem Strecken nach Afghanistan, Pakistan, China, Russland, Malaysia und Thailand.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Nach den Kongresswahlen wird ein deutlicher Rückgang der Ölpreise erwartet.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Sind die Gespräche zwischen USA und Iran tatsächlich produktiv?
- Wie lange wird die Blockade iranischer Häfen noch aufrechterhalten?
- Welche konkreten Auswirkungen hat der Krieg auf die globalen Ölpreise?






