
Berichte über OpenAI-Umsatzziele beruhigen Investoren, während US-Präsident Trump eine militärische Eskalation mit dem Iran vorerst ausschließt.
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Der KI-Markt steht unter Beobachtung aufgrund von Zweifeln an der Rentabilität hoher Investitionen. Gleichzeitig beeinflussen geopolitische Spannungen im Nahen Osten die globalen Ölpreise.
Düsseldorf. Zum Ende der Handelswoche steigt die Stimmung an der Wall Street. Die wichtigen Indizes liegen im frühen Handel höher oder unverändert.
Der Dow Jones der Standardwerte hält sich nahezu unverändert bei 51.356 Punkten.
Der breiter gestreute S&P 500 notiert ebenfalls kaum verändert bei 7783 Zählern.
Die Technologiebörse Nasdaq liegt leicht höher bei 27.282 Punkten.
Der Nasdaq 100, ein Abbild der 100 Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung, notiert kaum verändert bei 30.795 Zählern.
Am Vortag hatten massive Verluste bei KI-Aktien die Technologiebörse Nasdaq deutlich nach unten gezogen. Auslöser dafür war ein Medienbericht über die Umsätze des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, der Befürchtungen verstärkte, dass sich die hohen KI-Ausgaben immer schwerer rechtfertigen lassen.
Der „Financial Times“ zufolge teilte OpenAI Investoren kürzlich mit, dass sich die Umsätze des KI-Unternehmens Ende September auf annualisierter Basis auf fast 50 Milliarden US-Dollar belaufen – und damit rund 20 Milliarden geringer als zuvor angegeben.
Am Freitag folgte dann ein Bericht der Agentur Bloomberg, nach dem OpenAI Insidern zufolge bis Ende 2026 einen auf das Jahr hochgerechneten Umsatz von mindestens 70 Milliarden Dollar anstrebt. Der Zuwachs soll vor allem durch das anziehende Geschäft mit Unternehmen kommen.
Die neue Zahl scheint den Markt zu beruhigen. Dennoch halten viele Experten die hohen Bewertungen von KI-Unternehmen für übertrieben, zumal die Unternehmen nach wie vor tief in den roten Zahlen stecken. Selbst die hohen Wachstumsraten rechtfertigen nach Einschätzung der Kritiker solch hohe Bewertungen nicht.
„Das Hauptrisiko für den KI-Handel liegt nicht unbedingt in einem Nachfrageeinbruch, sondern vielmehr in einer allmählichen Abschwächung des Wachstums oder einer Monetarisierung, die hinter den zunehmend ambitionierten Markterwartungen zurückbleibt“, sagte Francisco Simon von Santander AM. Schon geringfügige Informationen könnten eine „überproportionale Reaktion“ auslösen.
Derweil beruhigt sich die Situation am Ölmarkt. US-Präsident Donald Trump schloss eine erneute Offensive gegen den Iran vor den US-Kongresswahlen Anfang November aus und erklärte zugleich, man führe produktive Gespräche mit der Islamischen Republik.
Das Nordseeöl Brent mit Lieferung zum Dezember und das US-Öl WTI mit Lieferung zum Dezember verloren jeweils bis zu rund eineinhalb Prozent auf 102,69 beziehungsweise 90,20 Dollar je Fass. Am Donnerstag hatten die Notierungen rund fünfeinhalb Prozent zugelegt. Konkrete Fortschritte bei den Verhandlungen und eine sicherere Durchfahrt für die Schiffe in der Straße von Hormus müssten die Hoffnung auf eine Verbesserung der Lage aber noch untermauern, sagte Linh Tran, Analystin beim Broker XS.com.
Auch die Renditen von US-Staatsanleihen stabilisieren sich nach Trumps Ankündigung. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe liegt bei 5,26 Prozent, die der dreißigjährigen Anleihe bei 5,62 Prozent.
Blick auf die Einzelwerte
KI-Aktien: Nach den Verlusten am Donnerstag erholen sich KI-Werte:
Broadcom legt um 1,1 Prozent zu.
Coreweave gewinnt 0,7 Prozent.
Orcale steigt um 3,6 Prozent.
SpaceX: Elon Musks Weltraumkonzern hat von der Investmentfirma Grain Management Low-Band-Frequenzen erworben. SpaceX könnte mit seinen Starlink-Satelliten nun zu einem bedeutenden Mobilfunkanbieter in den USA werden. Die Aktie legt um 1,9 Prozent zu.
Delta: Die US-Fluggesellschaft macht wegen gestiegener Kraftstoffkosten deutliche Abstriche bei ihrem Jahresausblick. So dürfte am Ende ein um Sondereffekte bereinigter Gewinn je Aktie von 5,10 bis 5,60 US-Dollar übrigbleiben, teilte Delta mit. Zuvor lag die anvisierte Spanne bei 6,50 bis 7,50 Dollar. Gleichwohl bleibe die Nachfrage hoch, hieß es von Delta-Chef Ed Bastian. Die Papiere verlieren 2,9 Prozent.
Apple: Einem Medienbericht zufolge reduziert Apple wegen einer schwächelnden Nachfrage die Bestellungen für iPhone-Komponenten. Das Auftragsvolumen für Oktober liege 15 Prozent unter den ursprünglichen Planungen, schrieb „Nikkei Asia“ am Freitag unter Berufung auf Insider. Betroffen seien die im vergangenen Monat vorgestellten Modelle iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max. Die Aktie verliert 2,5 Prozent.
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