
Der Republikaner, der von 1999 bis 2007 den Kongress leitete, verstarb im Alter von 84 Jahren in Illinois.
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Hastert war von 1999 bis 2007 Vorsitzender des US-Repräsentantenhauses. 2016 wurde er wegen Verstößen gegen das Bankgeheimnis und sexuellem Missbrauch zu einer Haftstrafe verurteilt.
Der ehemalige Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Dennis Hastert, ist tot. Er sei am Wochenende eines natürlichen Todes gestorben, teilte das Kendall County im US-Bundesstaat Illinois mit. Hastert wurde 84 Jahre alt.
Von 1999 bis 2007 war der Republikaner Chef der zweiten Kammer des Kongresses und damit formal der drittmächtigste Politiker der USA. Bekanntheit erlangte Hastert aber vor allem durch Justizskandale, darunter einer Schweigegeldaffäre im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch, in deren Kontext er 2016 zu 15 Monaten Haft verurteilt wurde.
Zuvor hatte er sich schuldig bekannt, über fast fünf Jahre rund 1,7 Millionen Dollar (1,5 Millionen Euro) teils illegal gestückelt abgehoben und an frühere Opfer gezahlt zu haben. Außerdem gab er zu, in seiner Zeit als Trainer von jugendlichen Ringern mehrere Jungen im Teenageralter belästigt zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll Hastert auch in seinem früheren Job als Lehrer Jungen missbraucht haben, die Taten waren zum Zeitpunkt des Urteils allerdings verjährt.
»Was ich getan habe, war falsch«, sagte Hastert damals. Er war aufgeflogen, nachdem er in regelmäßigen Abständen große Geldbeträge von seinen Konten abgehoben hatte. Mehrere Wochen vor dem geplanten Ende seiner Haft durfte er das Gefängniskrankenhaus, in dem er sich zu dieser Zeit aufhielt, verlassen.
Schon 2006 hatte es im Zuge einer Affäre um seinen Parteikollegen Mark Foley Rücktrittsforderungen gegen Hastert gegeben. Foley hatte sexuelle Nachrichten an sogenannte Kongresspagen, minderjährige Boten und Assistenten im US-Kongress, verschickt. Kritiker warfen Hastert daraufhin vor, nicht früh genug gehandelt und seinen Kollegen gedeckt zu haben.
Den Vorsitz des Repräsentantenhauses gab der Politiker schließlich ab, weil die Demokraten die Mehrheit zurückerlangt hatten. Wenig später zog er sich auch aus dem Kongress zurück und arbeitete unter anderem als hoch bezahlter Lobbyist.

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