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Eintracht Frankfurt: Zweifel an Kaderplanung und Sportvorstand Krösche wachsen
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FAZ1 hour agoSports2 min readGermany

Eintracht Frankfurt: Zweifel an Kaderplanung und Sportvorstand Krösche wachsen

Nach dem enttäuschenden Saisonauftakt gegen Union Berlin gerät Sportvorstand Markus Krösche unter Druck. Der Aufsichtsrat fordert Antworten zur Kaderstrategie.

Quick Look

  • Nach einem 3:1-Vorsprung gegen Union Berlin verspielte Eintracht Frankfurt den Sieg.
  • Trainer Adi Hütter und Sportvorstand Markus Krösche stehen angesichts einer unvollständigen Kaderplanung und interner Zweifel vor einer richtungsweisenden Aufsichtsratssitzung.

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Why It Matters

Eintracht Frankfurt startete unentschieden in die Saison. Sportvorstand Krösche steht wegen umstrittener Personalentscheidungen und privater Geschäfte in der Kritik.

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Die Bedenken sind nach diesem ersten Spiel nicht wesentlich kleiner geworden. Die Eintracht hat zum Auftakt gute Ansätze gezeigt – ausgeräumt sind die Zweifel deshalb nicht. Dass die Vorbereitung den Wünschen entsprochen hätte, wollte nicht einmal Trainer Adi Hütter behaupten, der seit seiner Rückkehr um den Eindruck bemüht ist, dass die Dinge in die gewünschte Richtung laufen. Ausgerechnet der Spielplan kam den Frankfurtern zum Auftakt entgegen.

Mit Union Berlin trafen sie auf einen Gegner, der selbst noch weit davon entfernt ist, über eine funktionierende Mannschaft zu verfügen. Dass aus dem Duell der beiden Klubs, die unter der Regie ihrer (neuen) Fußballlehrer noch ausgiebig mit dem Könnenlernen beschäftigt sind, nur ein Punkt heraussprang, ist aus Frankfurter Perspektive ein unbefriedigendes Resultat.

Es gab auch Erfreuliches: Ebnoutalib traf dreimal, Torwart Atubolu gab ein gelungenes Debüt. Doch die SGE war mit einem 3:1-Vorsprung in die Schlussphase gegangen, hatte zu wenig entgegenzusetzen – und konnte nicht verhindern, dass ihr der greifbare Erfolg aus den Händen glitt. Rasch werden Bewährungsproben folgen, die der bislang erst in Ansätzen erstklassig besetzten Mannschaft mehr taktische Finesse, Passsicherheit und Widerstandskraft abverlangen. Darauf muss sie reagieren. Die Zeit dafür wird knapp.

Denn dieser Hitzesommer hat bislang nicht genügt, um die Eintracht wetterfest zu machen – sturmfest schon gar nicht. Zwischen dem Ende der alten und dem Beginn der neuen Bundesligasaison lagen 105 Tage. Lange tat sich in der Kaderplanung kaum etwas; erst auf den letzten Drücker gewann sie an Fahrt. Am 1. September läuft die Frist für personelle Korrekturen ab. Danach schließt sich bis zum Winter das Transferfenster.

Sportvorstand Krösche steht unter Druck. Er verdiente sich den Ruf eines gleichermaßen cleveren wie weitsichtigen Baumeisters, der die Eintracht zu einer größeren Nummer machte. Fast eine halbe Milliarde Euro spülten die von ihm verantworteten Geschäfte mit Profis wie Ekitiké, Marmoush, Kolo Muani, Pacho oder Brown in die Kassen. Doch ganz so hell glänzt der Goldstaub an seinen Händen inzwischen nicht mehr.

Wie steht der Aufsichtsrat zu Krösche?

Noch nie, seit Krösche 2021 die Nachfolge Bobics antrat, waren die Zweifel an seinem Wirken so groß wie heute. Sein langes Festhalten am irrlichternden Trainer-Mimen Riera, ein privates Immobiliengeschäft, die Koketterie mit dem Angebot des AC Mailand und sein Agieren auf dem Transfermarkt, das zuletzt beinahe wie Nichtstun wirkte, sorgten nicht zuletzt in den Gremien für Verwunderung. In Personalfragen haben sie das letzte Wort.

An diesem Mittwoch tagt der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Vereinspräsident Beck. Bei der jüngsten Zusammenkunft des Hauptausschusses, während der WM, war es Krösche gelungen, das Trio der wichtigsten Entscheider davon zu überzeugen, im Zusammenhang mit seinem Geländekauf an der Adriaküste, bei dem die Ehefrau des Spielerberaters Bara beteiligt war, nicht den Stab über ihn zu brechen.

Von dem Vertrauen, das ihm im Juli entgegengebracht wurde, ist einiges erodiert – verschwunden ist es nicht. Es wäre unverantwortlich, wenn das richtungsweisende Gremium eines Unternehmens mit 400 Millionen Euro Umsatz die routinemäßige Gelegenheit verstreichen ließe, den Manager dezidiert zu fragen, von welchen Absichten er bei der Zusammenstellung des Teams geleitet wurde. Bis Dienstag, 20 Uhr, kann Krösche noch handeln. Danach ist dieser Kader seine Antwort.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Aufsichtsratssitzung am Mittwoch zur Prüfung der Transferstrategie.

    Very likely · Within days

Open Questions

  • Wie reagiert der Aufsichtsrat auf Krösches Transferbilanz?
  • Wird der Kader bis zum Transferschluss noch signifikant verändert?

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This article was originally published by FAZ.

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