Energieintensive Branchen warnen EU vor industriellem Zusammenbruch
Über 30 europäische Unternehmen fordern Maßnahmen gegen steigende CO₂-Kosten
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Über 30 energieintensive Unternehmen in Europa fordern in einem Brief an die EU-Spitzen unverzügliche Maßnahmen gegen den Anstieg der CO₂-Kosten, um weitere Schäden an der europäischen Industriebasis zu vermeiden.
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Why It Matters
Der EU-Emissionshandel (ETS) verpflichtet energieintensive Unternehmen, CO₂-Zertifikate zu kaufen.
Berlin. Energieintensive Branchen wenden sich in einem dramatischen Appell an die Spitzen der EU. „Mit Blick auf die bevorstehende Reform des Emissionshandels fordern wir Sie auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um den Anstieg der Kosten zu stoppen und weitere Schäden an Europas industrieller Basis zu vermeiden“, heißt es in einem vom 16. Juni datierten Brief namhafter Industrieunternehmen an EU-Ratspräsident António Costa und den amtierenden Vorsitzenden des Rats, den zypriotischen Präsidenten Nikos Christodoulides. Absender des Briefs, der dem Handelsblatt vorliegt, sind mehr als drei Dutzend in Europa produzierende Unternehmen, darunter Arcelor-Mittal, BP, BASF, Thyssenkrupp, Evonik, Covestro, Ineos, Trimet, Lhoist und Solvay.
In dem Brief heißt es, der Emissionshandel spiegle die globalen Realitäten nicht mehr wider. „Europa handelt faktisch allein, indem es seiner Industrie rasch steigende CO₂-Kosten auferlegt“, schreiben die Unternehmen. Tatsächlich fällt der größte Teil der weltweiten CO₂-Kosten in Europa an. Zwar haben auch andere Länder und Regionen Emissionshandelssysteme oder CO₂-Preise eingeführt. Sie sind jedoch überwiegend weniger strikt und kostengünstiger. So kostet etwa ein CO₂-Zertifikat im chinesischen Emissionshandel umgerechnet rund zehn Euro. In der EU sind es rund 80 Euro.
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Die EU wird Maßnahmen zur Entlastung der Industrie einleiten.
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