Breaking
RUNobel Prize Laureates in Chemistry AnnouncedPLKnife attack at a school in Ostrołęka. There are many injuredARMessi on his farewell night: Playing for Argentina is “the most wonderful thing that can happen to a person”BRMotorcyclist dies and body hangs on Maceió overpass after collision; woman was injuredCNThe International Energy Agency will hold a meeting to discuss proposals to release oil and diesel reservesDESupply chains in danger: Federal government stops sale of logistics company to ChinaUSTropical Storm Isaias forecast to become a hurricane, hit the US Gulf Coast this weekRUPress review: Black Sea ceasefire efforts gain momentum as Houthi advances raise war riskCRYPTO-FRBank cards and crypto: Stripe targets more than 100 countries by DecemberINTLThe War in Iran Will Make It Harder for Americans to Stay Warm This WinterRUNobel Prize Laureates in Chemistry AnnouncedPLKnife attack at a school in Ostrołęka. There are many injuredARMessi on his farewell night: Playing for Argentina is “the most wonderful thing that can happen to a person”BRMotorcyclist dies and body hangs on Maceió overpass after collision; woman was injuredCNThe International Energy Agency will hold a meeting to discuss proposals to release oil and diesel reservesDESupply chains in danger: Federal government stops sale of logistics company to ChinaUSTropical Storm Isaias forecast to become a hurricane, hit the US Gulf Coast this weekRUPress review: Black Sea ceasefire efforts gain momentum as Houthi advances raise war riskCRYPTO-FRBank cards and crypto: Stripe targets more than 100 countries by DecemberINTLThe War in Iran Will Make It Harder for Americans to Stay Warm This Winter
BackEnergieversorgung: Ersten Tankstellen geht der Sprit aus – drohen Benzin- und Diesel-Engpässe an Zapfsäulen?
Energieversorgung: Ersten Tankstellen geht der Sprit aus – drohen Benzin- und Diesel-Engpässe an Zapfsäulen?
Developing
Handelsblatt2 hours agoEnergy3 min readGermanyView translation

Energieversorgung: Ersten Tankstellen geht der Sprit aus – drohen Benzin- und Diesel-Engpässe an Zapfsäulen?

Die befristete Steuersenkung sorgt für einen ungewöhnlichen Ansturm auf Zapfsäulen, während die Binnenschifffahrt durch Niedrigwasser stark eingeschränkt ist.

Quick Look

  • Der neue Tankrabatt in Deutschland löst einen starken Nachfrageansturm aus, der auf durch Niedrigwasser am Rhein massiv eingeschränkte Lieferketten trifft.
  • Einzelne Tankstellen im Westen und Südwesten laufen zeitweise leer.

AI-generated summary

Why It Matters

Seit 1. Oktober gilt eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel in Deutschland. Gleichzeitig behindert starkes Niedrigwasser auf dem Rhein die Binnenschifffahrt.

Font size

Düsseldorf. Der neue Tankrabatt sorgt offenbar für einen ungewöhnlich starken Ansturm auf Tankstellen – und trifft ausgerechnet auf eine Versorgungskette, die wegen des Niedrigwassers am Rhein kaum noch Reserven hat. In mehreren Städten im Westen und Südwesten Deutschlands sind seit Wochenbeginn einzelne Stationen zeitweise leergelaufen. Betroffen waren nach Angaben des Tankstellen-Interessenverbands unter anderem Köln, Bonn, Koblenz, Mannheim, Heidelberg, Freiburg, Frankfurt und Aschaffenburg.

Seit dem 1. Oktober gilt die befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel. Einschließlich des geringeren Mehrwertsteueranteils beträgt die Entlastung rund 17 Cent je Liter. Bereits zum Start fielen die Preise deutlich. Der ADAC registrierte bei Super E10 und Diesel Rückgänge im zweistelligen Centbereich. Das hat offenbar viele Autofahrer dazu gebracht, ihre Tanks früher oder stärker zu füllen als üblich.

Dabei geht es nicht um die Menge der Kraftstoffe selbst. „Es gibt keinen Spritengpass“, sagte Herbert Rabl vom Tankstellen-Interessenverband, dessen Organisation nach eigenen Angaben rund 1300 Tankstellen und damit etwa zehn Prozent des deutschen Marktes vertritt. Das Problem liege vielmehr in der Versorgungskette. „Was wir sehen, ist ein Problem mit dem Rhythmus der Belieferung, der auf eine sehr hohe Nachfrage trifft.“

Genau vor diesem Effekt hatten Ökonomen bei der Einführung gewarnt: In angespannten Märkten dämpfen hohe Preise normalerweise die Nachfrage. Wird der Preis staatlich gesenkt, fällt ein Teil dieses Knappheitssignals weg – und der Verbrauch kann zusätzlich steigen.

Die Liefermengen orientierten sich am durchschnittlichen Verbrauch. Weil in den vergangenen Tagen deutlich mehr getankt worden sei, seien einzelne Stationen leergefallen, bevor die nächste reguläre Lieferung eingetroffen sei, sagte Rabl. Seit Montag beobachte der Verband das Phänomen vor allem bei Diesel, aber auch bei Super E10.

Oppositionspolitiker fühlen sich in ihrer Kritik bestätigt. Michael Kellner, energiepolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, sagte dem Handelsblatt, der Tankrabatt sei eine ganz schlechte Idee: „In der Energiekrise mit niedrigem Rheinpegel müssen wir Benzin und Diesel einsparen und nicht den Verbrauch anreizen.“

Aral bestätigt gegenüber dem Handelsblatt vorübergehende Versorgungseinschränkungen. Auf das gesamte Netz mit rund 2400 Tankstellen bezogen gebe es zwar „aktuell keine größeren Versorgungsengpässe“. An einzelnen Tankstellen, insbesondere im Rheinland, habe es aufgrund des Niedrigwassers und der hohen Nachfrage jedoch zeitweise Einschränkungen gegeben, „vor allem beim Diesel“. Die Probleme seien entweder bereits behoben oder würden schnellstmöglich behoben.

Auch das Niedrigwasser reduziert nach Angaben des Unternehmens die Kapazitäten der Binnenschifffahrt erheblich. „Der Transport von Benzin, Diesel, Heizöl und Flugkraftstoff wird dadurch deutlich erschwert“, teilte Aral mit.

Damit zeigt sich erstmals auch an den Zapfsäulen, was Mineralölunternehmen und Logistiker seit Wochen beschäftigt: Die Raffinerien können zwar weiter produzieren, doch die großen Mengen lassen sich immer schwieriger über den Rhein zu den Tanklagern und von dort zu den Kunden bewegen.

Am besonders kritischen Mittelrhein können nach Aussage des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt selbst für Niedrigwasser geeignete Frachtschiffe derzeit teilweise nur noch rund 20 bis 25 Prozent ihrer maximalen Ladung transportieren. Am Niederrhein liegt die mögliche Beladung demnach bei maximal rund 30 Prozent.

Gleichzeitig lässt sich die fehlende Kapazität nicht beliebig auf andere Verkehrsträger verlagern. Ein 110 Meter langes Binnenschiff transportiert nach Angaben des Verbands ungefähr so viel wie 150 Lastwagen.

Gerade bei Kraftstoffen ist die Größenordnung erheblich. Nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbands en2x wären rund vier Ganzzüge mit Kesselwagen oder etwa 188 Tanklastwagen erforderlich, um die Ladung eines Tankschiffs zu ersetzen. Doch zusätzliche Tankwagen, Fahrer und Kesselwagen stehen nur begrenzt zur Verfügung.

Der Zentralverband des Tankstellengewerbes hat bislang noch keine entsprechenden Meldungen von seinen Mitgliedern erhalten. Verbandschef Jürgen Ziegner geht deshalb davon aus, dass es bei Einzelfällen bleibt. Zugleich bestätigt auch er den Druck auf die Lieferketten: „Die Versorgungslogistik ist tatsächlich wegen des Niedrigwassers weiterhin am Anschlag.“

Auch Shell führt aktuelle Einschränkungen nach Angaben des Verbands auf das Rhein-Niedrigwasser zurück. Am Raffineriestandort Wesseling weicht der Konzern teilweise auf Kesselwagen, Lastwagen und Pipelines aus.

Davor, dass Tanklager entlang des Rheins teilweise nur noch sehr eingeschränkt per Schiff erreicht werden können, hatte bereits en2x gewarnt. Bislang sei die Versorgung von Tankstellen und anderen Mineralölkunden zwar angespannt, aber nicht grundsätzlich eingeschränkt. Hält das Niedrigwasser jedoch an, können die Alternativen über Schiene und Straße zunehmend an Grenzen stoßen.

Eine schnelle Entspannung zeichnet sich bislang nicht ab. Nach der Sechs-Wochen-Vorhersage der Bundesanstalt für Gewässerkunde besteht nach Einschätzung von Prognos erst Mitte Oktober wieder die Chance auf einen signifikanten Anstieg des Pegels in Kaub.

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte, man beobachte die Lage sehr genau und stehe dazu in ständigem Kontakt mit Branchenvertretern. Wegen des anhaltenden Niedrigwassers gebe es einzelne Fälle, in denen Tankstellen temporär nicht anfahrbar seien. „Die allgemeine Versorgungssicherheit wird davon nicht negativ beeinflusst“, sagte die Sprecherin weiter.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Pegelanstieg in Kaub erst Mitte Oktober in Sicht

    Likely · Within weeks

Open Questions

  • Wie lange hält das Niedrigwasser am Rhein an?
  • Greifen weitere Tankstellen landesweit zu kurz?

Related Topics

This article was originally published by Handelsblatt.

Related Stories

Ifo Institute: Oil companies have so far only partially passed on fuel discounts
Developing·

Ifo Institute: Oil companies have so far only partially passed on fuel discounts

According to the Ifo Institute, the federal government's new fuel discount has so far only been partially passed on at the pumps. For diesel, an average of 15 cents of the 17 cent tax reduction per liter was passed on, for premium petrol E5 a good 16 cents and for super E10 15 cents. The researchers criticize that the discount is not very targeted and does not reduce consumption. At the same time, the market share of electric cars rose to 34.5 percent in September.

Handelsblatt
2 min read
More on this topictankrabatt