
Nach kritischer Berichterstattung über das Pentagon und die USS Abraham Lincoln wurden führende Köpfe der Militärzeitung entlassen.
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Stars and Stripes ist eine traditionsreiche Militärzeitung, die trotz staatlicher Finanzierung redaktionelle Unabhängigkeit beansprucht. Sie berichtete zuletzt kritisch über Bedingungen auf der USS Abraham Lincoln.
Chefredakteur Erik Slavin führte seine Entlassung auf seine entschiedene Haltung gegen jegliche Zensur zurück: Im Juli hatte er in einem Interview mit dem Sender CBS News über Meinungsverschiedenheiten mit dem Pentagon berichtet. Slavin wehrte sich damals gegen redaktionelle Einmischung und verteidigte das Recht auf freie Berichterstattung seiner Zeitung.
Auf die Frage im CBS-Interview, ob es für ihn »rote Linien« gebe, nannte Slavin ein hypothetisches Beispiel: »Veröffentlichen Sie nicht diesen absolut korrekten Bericht, sondern bringen Sie stattdessen diesen hier. Hier ist er, verfasst vom Pentagon.« Eine solche Anweisung wäre für ihn eine rote Linie.
Reporterin Lara Korte erklärte auf X: »Heute wurde mir mitgeteilt, dass das Verteidigungsministerium mich wegen Ungehorsams entlässt, nachdem ich einem CBS-Reporter gesagt hatte, dass ich für ›Stars and Stripes‹ arbeite – und nicht für das Pentagon, irgendeine Regierung oder politische Entscheidungsträger.«
Herausgeber Max Lederer, der seit 2007 als Herausgeber der Zeitung fungierte und erst drei Tage zuvor seinen Ruhestand angekündigt hatte, wurde CBS zufolge über seine Entlassung in Kenntnis gesetzt. Für seinen Rücktritt hatte er sich nach eigenen Angaben selbst entschieden, weil sich seine Führungsphilosophie sowie sein »Verständnis für den Wert und den Auftrag« der Zeitung in »grundlegender Weise« von den Plänen unterschieden hätten, die das Pentagon für die Publikation verfolgt.
»Stars and Stripes« berichtet seit dem amerikanischen Bürgerkrieg über Militärthemen. Die Zeitung wird zwar teilweise vom Verteidigungsministerium finanziert, wahrt aber ihre redaktionelle Unabhängigkeit und übte immer wieder Kritik. Sie gilt als Symbol für »das freie Denken und die Meinungsfreiheit eines freien Volkes«.
Die Kündigungen erfolgten nur wenige Tage nachdem die Zeitung über die prekären Bedingungen für die Besatzungsmitglieder an Bord des Flugzeugträgers USS »Abraham Lincoln« berichtet hatte. Der monatelange Einsatz des Schiffes in der Nahost-Krisenregion und Berichte über unhaltbare Zustände an Bord hatten für Kritik in den USA gesorgt. Der in »Stars and Stripes« veröffentlichte Text löste zudem erneut Kritik am Irankrieg aus.

Die Kinder des verstorbenen Schauspielers Robin Williams reaktivieren dessen Instagram-Account, um gegen KI-generierte Fälschungen seines Bildnisses vorzugehen und stattdessen authentische Inhalte zu veröffentlichen.

Nach monatelanger Unterbrechung sendet der ungarische Nachrichtensender M1 wieder Nachrichten. Der Neustart ist Teil von Ministerpräsident Peter Magyars Reformen zur Umgestaltung der bisher regierungsnahen öffentlich-rechtlichen Medien.

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