Erbschaftsteuer: Großerben zahlen auf Firmenvermögen kaum Steuern
Daten des Bundesfinanzministeriums zeigen, dass nach Verschonungsbedarfsprüfungen nur ein Bruchteil der veranschlagten Steuern gezahlt wird.
Quick Look
- Neue Zahlen des Bundesfinanzministeriums belegen, dass bei Großerben nach Verschonungsbedarfsprüfungen nur etwa zwei Prozent der Steuern gezahlt werden.
- Bei Erben unter 18 Jahren sank der Anteil sogar auf 0,5 Prozent.
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Why It Matters
Die Verschonungsbedarfsprüfung ermöglicht es Erben unter bestimmten Bedingungen, die Erbschaftsteuer zu reduzieren oder zu vermeiden.
Aktuelle Zahlen über geringe Steuereinnahmen des Staates bei Großerben könnten die Debatte über eine Reform der Erbschaftsteuer befeuern.
In 34 Fällen von Erbschaften und Schenkungen in Höhe von insgesamt 13 Milliarden Euro nahmen deutsche Finanzämter 2025 eine besondere Prüfung (Verschonungsbedarfsprüfung) vor. Danach blieben von den ursprünglich veranschlagten fast 4 Milliarden Euro Steuern nur 276 Millionen übrig, lediglich zwei Prozent der vererbten Summe.
Noch mehr sparen Menschen unter 18 Jahren: Die vier Erben, die fast 1,5 Milliarden Euro an Werten überschrieben bekamen, zahlten nach der Prüfung nur noch 0,5 Prozent oder knapp acht Millionen Euro. Dies geht aus Zahlen des Bundesfinanzministeriums auf eine Kleine Anfrage des Linkenabgeordneten Christian Görke hervor.
Open Questions
- Wird die Bundesregierung aufgrund dieser Zahlen eine Reform der Erbschaftsteuer anstoßen?






