
Klinische Studie mit mRNA-Impfstoff Intismeran und Keytruda erreicht Ziel, Moderna-Aktie verdoppelt sich vorbörslich.
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Moderna und Merck entwickeln gemeinsam eine personalisierte mRNA-Krebstherapie gegen Melanome.
Erfolgreiche Studienergebnisse zu einem möglichen Impfstoff gegen Hautkrebs sorgen für steigende Aktienkurse der US-Biotechfirma Moderna. Das Unternehmen teilte mit, dass eine möglicherweise entscheidende klinische Studie ihr Ziel erreicht habe. Zum Einsatz kam dabei der mRNA-Impfstoff Intismeran in Kombination mit der Krebsimmuntherapie Keytruda des Partners Merck. Die Ergebnisse könnten entscheidend für eine mögliche Zulassung sein.
Die Moderna-Papiere verdoppelten sich im vorbörslichen Handel an der Wall Street und lagen zuletzt 103 Prozent im Plus. Die Aktien von Merck legten um 7,5 Prozent zu. Im Sog von Moderna stiegen auch die Kurse anderer Biotechfirmen wie Biontech und Novavax in den USA.
Intismeran von Moderna ist ein auf den jeweiligen Patienten zugeschnittener mRNA-Impfstoff. Dafür werden die genetischen Veränderungen im Tumor analysiert, um die Vakzine gezielt gegen die individuellen Krebsmerkmale auszurichten. Das Medikament Keytruda aktiviert zugleich das Immunsystem, damit es Krebszellen besser erkennen und angreifen kann.
An der Studie nahmen 1137 Patienten nach einer Operation wegen eines Melanoms, des sogenannten schwarzen Hautkrebses, teil.
Ergebnisse sollen auf Kongress vorgestellt werden
Die Patienten waren an Tumoren im Stadium IIB bis IV erkrankt, die ein hohes Rückfallrisiko aufweisen oder sich bereits in andere Körperregionen ausgebreitet haben. Sie erhielten über ein Jahr entweder die Kombination aus Intismeran und Keytruda oder ausschließlich Keytruda. Zwischenergebnissen zufolge konnte die Kombination sowohl das Wiederauftreten des Krebses als auch dessen Ausbreitung im Körper deutlich eindämmen. Die Daten sollen nun auf einem medizinischen Kongress vorgestellt und den Zulassungsbehörden vorgelegt werden.
Für Moderna ist der Erfolg ein wichtiger Schritt beim Aufbau eines Geschäfts jenseits des Corona-Impfstoffs. Das Unternehmen hatte zuletzt die US-Zulassung für einen Grippeimpfstoff erhalten und entwickelt derzeit unter anderem Vakzinen gegen das Norovirus und Borreliose. Analysten der Bank Barclays schätzen, dass die Hautkrebstherapie bis 2035 einen Umsatz von rund drei Milliarden Dollar erzielen könnte.
Bereits im Januar hatten die beiden Konzerne Daten aus einer mittleren Studienphase veröffentlicht, denen zufolge die Kombination das Risiko eines Rückfalls oder Todes nach fünf Jahren um 49 Prozent senkte.
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Vorstellung der Daten auf medizinischem Kongress
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