
Während der Absatz auf dem chinesischen Markt um ein Drittel einbrach, verzeichnet Mercedes-Benz bei Elektroautos in Europa Rekordwerte.
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Mercedes-Benz kämpft seit etwa zwei Jahren mit einer rückläufigen Nachfrage auf dem chinesischen Markt. Gleichzeitig forciert das Unternehmen die Elektrifizierung seiner Modellpalette.
Auf dem größten Automarkt der Welt bringt Mercedes im Sommer ein Drittel weniger Autos an die Kunden als im Vorjahr. In anderen Regionen legt die Marke mit dem Stern hingegen zu. Ein großes Plus verbucht der Konzern bei E-Autos.
Die anhaltende Verkaufsschwäche in China hat den Autobauer Mercedes-Benz im Sommer weiter belastet. In der Kernsparte Mercedes-Benz Cars sanken die Verkäufe von Juli bis Ende September um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 407.200 Fahrzeuge, wie das Unternehmen mitteilte. In China ging die Talfahrt mit einem Rückgang um fast ein Drittel auf knapp 87.000 Autos weiter. Dagegen verbuchte die Marke mit dem Stern in Europa und den USA fünf und sechs Prozent Wachstum.
Der Stuttgarter Autobauer leidet so wie die anderen deutschen Hersteller unter der Schwäche des gesamten Marktes in China, wo die Nachfrage nach Verbrennerautos rasch sinkt, und die Kunden bei Elektroautos die heimischen Anbieter bevorzugen. Der Absatz auf dem größten Automarkt der Welt ist bei Mercedes seit rund zwei Jahren im Rückwärtsgang. Der neue elektrische GLC in Langversion sei in China aber gut angelaufen.
In Europa können die Schwaben vor allem mit den neuen Elektroautos punkten. "Unsere neuen elektrischen Modelle GLC, CLA, GLB und GLA sind in Europa für den Rest des Jahres ausverkauft", erklärte Vertriebschef Mathias Geisen. Die Auftragsbücher reichten bis 2027. Weltweit erzielte Mercedes-Benz im dritten Quartal bei E-Autos einen Absatzrekord mit 68.400 Verkäufen - einem Zuwachs von 61 Prozent auf Jahressicht. In Europa stieg der Absatz von E-Autos sogar um 78 Prozent. Damit sei nun jeder dritte in Europa verkaufte Mercedes-Benz Pkw ein reines E-Auto. "Das zeigt: Unsere Modelloffensive ist in vollem Gange", sagte Mercedes-Vertriebsvorstand Mathias Geisen.
Bis Ende September lag der Pkw-Absatz mit 1,24 Millionen Einheiten sieben Prozent unter Vorjahr. Bei den Vans ist der Rückstand geringer - binnen neun Monaten rollten 258.800 Vans und Transporter zu den Kunden, ein Minus von einem Prozent. Im vergangenen Jahr verkaufte Mercedes etwas mehr als 1,8 Millionen Pkw, was einem Rückgang von neun Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Mittelfristig soll die Pkw-Sparte wieder einen Absatz von rund zwei Millionen Fahrzeugen erzielen. Wann genau dieses Ziel erreicht werden soll, ließ das Unternehmen zuletzt offen. Es sei jedenfalls nicht 2027 zu erwarten, aber vor dem Ende des Jahrzehnts.

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