Ermittlungen zum Drohnenanschlag auf Flughafen Leipzig/Halle deuten auf GRU-Involvierung hin
Quick Look
- Nach Medienberichten soll ein mutmaßlicher GRU-Mitarbeiter den versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle vorbereitet haben.
- Der Verdächtige reiste über die Türkei nach Deutschland ein und verließ später über Berlin-Brandenburg das Land in Richtung Serbien.
- DNA-Spuren an der Drohne könnten ihn belasten und mit einem früheren Anschlag auf ein DHL-Logistikzentrum in Leipzig verbunden sein.
AI-generated summary
Why It Matters
Der Flughafen Leipzig/Halle ist ein wichtiger Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine. Bereits im Juli 2024 gab es einen Brandanschlag auf ein DHL-Logistikzentrum in Leipzig, bei dem ähnliche DNA-Spuren gefunden wurden.
Die Ermittlungen zum versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle führen einem Medienbericht zufolge zum russischen Militärgeheimdienst GRU. Wie die Welt am Sonntag unter Berufung auf geheime Ermittlungsunterlagen berichtet, soll ein mutmaßlicher GRU-Mitarbeiter als Logistiker der Operation fungiert und den Anschlag vorbereitet haben. Bei dem Verdächtigen handele es sich um eine Person aus Russland, berichtete das Blatt unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise.
Dem Bericht zufolge soll der Mann über die Türkei nach Deutschland eingereist und später über den Flughafen Berlin-Brandenburg nach Serbien ausgereist sein. Den Ermittlern sei seine Verbindung zum Geheimdienst bei der Einreise bekannt gewesen, er sei jedoch nicht observiert worden. Der Mann halte sich inzwischen wieder in Russland auf. Die Welt am Sonntag berichtet auch von einem zweiten Verdächtigen. Er stamme aus Belarus.
Am Abend des 4. August war auf dem Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff beladene Drohne nahe einer ukrainischen Transportmaschine entdeckt und entschärft worden. Sie war zuvor auf einer Tragfläche des Flugzeugs eingeschlagen, aber nicht explodiert. Die Bundesregierung machte Anfang September offiziell Russland für den Vorfall verantwortlich und verhängte neue Strafmaßnahmen gegen das Land. Die russische Regierung weist jede Beteiligung zurück.
DNA-Spuren könnten Hinweise geliefert haben
Laut Bundesregierung führten unter anderem die am Tatort sichergestellte Drohnenkonfiguration, Sprengstoff und Zündtechnik zu den Verdächtigen. Diese seien aus anderen hybriden Operationen Russlands bekannt. Laut Welt am Sonntag sollen unter anderem DNA-Spuren an einer Antennenkonstruktion zur Steuerung der Drohnen Hinweise auf die Verdächtigen geliefert haben. Bereits im August hatte die Bild-Zeitung von DNA-Spuren berichtet. Diese sei identisch mit einer Spur, die bereits im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf das DHL-Logistikzentrum in Leipzig vom 20. Juli 2024 festgestellt wurde.
Der in Leipzig eingesetzte Sprengstoff könnte über Bulgarien und Serbien nach Deutschland gelangt sein, wie die Welt am Sonntag unter Berufung auf Behörden berichtete. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass er in Hohlräumen von Lastwagen transportiert und anschließend in Erddepots versteckt wurde.
Der Flughafen Leipzig ist Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine.
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What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Bundesregierung wird weitere Strafmaßnahmen gegen Russland ankündigen.
Likely · Within weeks
Die Ermittlungen werden sich auf die Route über Bulgarien und Serbien konzentrieren.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Warum wurde der Verdächtige trotz bekannter Verbindung zum GRU nicht observiert?
- Welche konkreten Beweise liegen den Ermittlern vor außer DNA-Spuren?
- Ist der zweite Verdächtige aus Belarus direkt an der Planung beteiligt?
- Welche weiteren Strafmaßnahmen plant die Bundesregierung?



