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BackEU einigt sich auf neue Fluggastrechte: Kostenlose Sitzplätze für Familien, mehr Preistransparenz
EU einigt sich auf neue Fluggastrechte: Kostenlose Sitzplätze für Familien, mehr Preistransparenz
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Handelsblatt6/15/2026Politics3 min readGermany

EU einigt sich auf neue Fluggastrechte: Kostenlose Sitzplätze für Familien, mehr Preistransparenz

Quick Look

  • EU-Abgeordnete und Mitgliedstaaten haben sich auf neue Fluggastrechte geeinigt.
  • Familien dürfen kostenlos nebeneinander sitzen, Ticketpreise werden transparenter dargestellt und Entschädigungen bei Verspätungen bleiben bestehen.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Europäische Union hat neue Fluggastrechte festgelegt, die nach einer Einigung zwischen Europaabgeordneten und Mitgliedstaaten nun bestätigt werden müssen. Die neuen Regeln zielen auf mehr Transparenz und besseren Schutz für Reisende ab.

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Kostenlose Sitzplätze für Familien, mehr Preistransparenz, Entschädigungspflicht: Die Mitgliedstaaten haben neue Fluggastrechte festgelegt. 15.06.2026 - 20:49 Uhr Artikel anhören

Flugzeug am Himmel: Tickets müssen künftig mit Handgepäck angezeigt werden. Foto: IMAGO/NurPhoto

Straßburg. Familien dürfen im Flugzeug kostenlos Sitzplätze nebeneinander reservieren, Ticketpreise müssen übersichtlich dargestellt werden: Europaabgeordnete und Mitgliedstaaten haben sich auf neue Fluggastrechte geeinigt. Parlamentspräsidentin Roberta Metsola und Zyperns Verkehrsminister Alexis Vafeades als Vertreter der Staaten unterzeichneten in Straßburg die Vereinbarung.

„Diese Vereinbarung wird die Rechte von Fluggästen in ganz Europa stärken. Sie wird sowohl für Verbraucher als auch für Fluggesellschaften mehr Transparenz und Vorhersehbarkeit schaffen, ohne unserer Branche unnötigen bürokratischen Aufwand zu verursachen“, teilte Metsola mit.

„Dieser modernisierte Rahmen schafft Rechtssicherheit, Fairness und einen besseren Schutz für Millionen europäischer Flugreisender“, teilte Vafeades mit. Zugleich sei die Vereinbarung fair für Fluggesellschaften. Die getroffene Einigung muss noch vom Rat der Mitgliedstaaten und dem Plenum des Europaparlaments bestätigt werden. Dies gilt allerdings als Formalie.

EU einigt sich auf bessere Vergleichbarkeit

Wer künftig online nach Flugtickets sucht, soll standardmäßig den Preis mit Handgepäck angezeigt bekommen. Das soll Verbrauchern den Preisvergleich erleichtern. Fluggesellschaften können aber weiter Tickets anbieten, bei denen für größere Handgepäckstücke extra gezahlt werden muss – so wie es besonders manche Billig-Airlines schon handhaben.

Die Gebühren waren von Verbraucherschützern in der gesamten EU scharf kritisiert worden und hatten 2024 zu einer politischen Auseinandersetzung geführt: Spanien belegte Billigflieger deswegen mit einem Bußgeld von 179 Millionen Euro, wogegen die Airlines Rechtsmittel einlegten.

» Lesen Sie auch: US-Billigflieger Breeze Airways peilt Börsengang 2027 an

Festgeschrieben werden soll unter anderem auch: Für minderjährige Kinder dürfen ohne Zusatzkosten Sitzplätze neben ihren Eltern reserviert werden. Wer digital eingecheckt hat, hat ein Recht auf ein kostenloses gedrucktes Ticket.

Darüber hinaus wurde Airlines untersagt, Passagiere zum Herunterladen einer App für die Bordkarte zu zwingen – ein Vorgehen, das Ryanair im November eingeführt hatte.

Fluggast-Entschädigung bleibt

Die Staaten hatten zuvor ihre Forderung aufgegeben, dass künftig erst bei größeren Flugverspätungen Entschädigungen zu zahlen seien. Damit bleibt es dabei, dass Reisende Anspruch auf eine Entschädigung haben, wenn ihr Flug mindestens drei Stunden Verspätung hat.

Gestaffelt nach Entfernung sind es 250 Euro (bei 1500 Kilometer Entfernung), 400 Euro (bei bis zu 3500 Kilometer Entfernung), 600 Euro (bei mehr als 3500 Kilometer Entfernung).

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Voraussetzung ist stets, dass die Airline die Verspätung zu verschulden hat. Sie muss ihre Gäste digital über deren Rechte aufklären. Sowohl bei Verspätungen als auch bei Flugausfällen sollen Passagiere nach Angaben des Parlaments neun Monate Zeit haben, einen Antrag auf Entschädigung einzureichen.

Zuvor hatten sich Fluggesellschaften jahrelang für mehr Flexibilität eingesetzt, um wettbewerbsfähig zu bleiben, während Verbraucherschutzverbände auf strengeren Regeln beharrten.

Mehr: EU verhandelt – Was gilt künftig bei Flugverspätungen & Co.?

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  • Wann genau tritt die Einigung in Kraft?
  • Wie werden die neuen Regeln von den Fluggesellschaften umgesetzt?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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