„Extrem wütend auf mich selbst“ – Langläuferin Carl bricht ihr Schweigen
Die Skilanglauf-Olympiasiegerin spricht im schwedischen Fernsehen über ihre Gefühle und das Ende ihrer Sperre.
Quick Look
- Nach langer Isolation spricht die Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl erstmals über ihre Dopingsperre.
- Sie äußert Selbstvorwürfe bezüglich des Vertrauens in einen Arzt und zeigt sich unsicher über ihre sportliche Zukunft nach dem 25.
AI-generated summary
Why It Matters
Victoria Carl gewann bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking Gold im Teamsprint. Sie wurde positiv auf Doping getestet und infolgedessen für Wettkämpfe gesperrt.
Wie es Victoria Carl wirklich ging, als ihre Welt zusammenbrach und sie keine Hoffnungsträgerin der deutschen Skilangläufer mehr war, weil sich ein Dopingschleier über alles gelegt hatte, wusste niemand genau. Auch nicht, was sie selbst mit etwas Abstand darüber dachte. Denn: Sie zog ich aus der Öffentlichkeit zurück. Nur einmal, vor etwa einem Jahr, gab sie auf Facebook einen kleinen Einblick in ihre Situation, äußerte sich zur Dopingprobe selbst aber nicht. Im Verband glaubte niemand an wissentliches Doping. Doch das ändert an den Fakten nichts: Sie ist positiv getestet worden.
Mit einem Interview für den schwedischen Sender SVT hat die 31-Jährige jetzt ihr langes öffentliches Schweigen gebrochen und einen Einblick in ihr Seelenleben gewährt. Als es um das nahende Ende ihrer Dopingsperre ging, kämpfte Carl mit den Tränen. Die Langlauf-Olympiasiegerin von 2022 atmete einmal tief durch, nahm sich einen Moment und sagte dann: „Ich hoffe, dass ich genauso stark in den Weltcup zurückkomme, wie ich vorher war. Aber ich weiß es einfach nicht. Es wird ganz schwer für mich, wieder in das Wettkampfgeschehen reinzukommen.“ Ihre Sperre läuft am 25. November dieses Jahres aus.
Die folgende Sperre kostete Carl auch die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen im Februar 2026 in Italien. Im schwedischen TV sagte sie nun: „Ich habe dem Arzt einfach zu sehr vertraut und bin extrem wütend auf mich selbst, weil ich ihm eben zu sehr vertraut habe und nicht noch einmal nachgefragt habe, ob wir es überhaupt einnehmen durften.“
Carl war seit dem positiven Test isoliert, durfte weder mit dem deutschen Team trainieren noch an Wettkämpfen teilnehmen. Bei den Winterspielen 2022 hatte sie in Peking noch an der Seite von Katharina Hennig Gold im Teamsprint gewonnen. In Italien wäre sie als Deutschlands größte Hoffnungsträgerin im Skilanglauf angetreten. „Um mich selbst zu schützen“, sagte sie nun, „habe ich die Spiele überhaupt nicht verfolgt.“
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Ende der Dopingsperre am 25. November 2024.
Very likely · Within months
Open Questions
- Welche medizinische Substanz führte zum positiven Testergebnis?
- Wie sieht die konkrete Trainingsplanung nach dem 25. November aus?

