
Berichte über einen vorzeitigen Rücktritt der EZB-Präsidentin verdichten sich
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Christine Lagardes Amtszeit bei der EZB läuft regulär bis Oktober 2027. Sie hat einen vorzeitigen Rücktritt öffentlich als Möglichkeit in Betracht gezogen.
Das Kuratorium des WEF, dem auch Lagarde selbst angehört, wird demnach am 2. November zusammentreten und könnte die Französin zur nächsten Vorsitzenden wählen. Die Wahl Lagardes sei zwar noch nicht gesichert, hieß es. Doch genieße die 70-Jährige breite Unterstützung innerhalb des Kuratoriums.
Zwei Insider sagten, das Gremium könne die Sitzung auch dazu nutzen, einen Termin für eine Abstimmung festzulegen. Dies würde es Lagarde ermöglichen, beim Jahrestreffen des WEF im Januar in Davos als designierte Vorsitzende aufzutreten. Die EZB lehnte eine Stellungnahme ab.
Bereits seit Monaten verdichten sich die Zeichen, dass Lagarde ihr Amt als Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorzeitig niederlegen könnte. Ende September hat die Französin erstmals dieses Szenario selbst skizziert. Sie „schließe die Möglichkeit nicht aus, ein paar Monate vor Ablauf meiner Amtszeit zurückzutreten“, sagte Lagarde in einem Interview. Zuvor hatte sie lediglich erklärt, dass sie bis nächstes Jahr bei der EZB bleiben will. Bei einer Gesprächsrunde des US-Fernsehsenders CNN in Bangkok am Dienstag äußerte sie sich auf Nachfrage aber nicht zu einem möglichen Wechsel zum WEF.
Lagardes Amtszeit bei der EZB läuft regulär bis Oktober 2027. Ein vorzeitiger Rücktritt würde den Staats- und Regierungschefs der EU ermöglichen, noch vor den französischen Präsidentschaftswahlen im Frühjahr einen neuen EZB-Chef zu bestimmen. Zudem könnte dies den Weg für eine Einigung ebnen, die auch weitere Führungspositionen bei der EZB umfasst.
Der Vorsitzende der Gruppe der Finanzminister der Euro-Zone, Kyriakos Pierrakakis, bat die 21 Länder der Euro-Zone jüngst, bis zum 28. Oktober Kandidaten für den Posten der scheidenden deutschen Direktorin Isabel Schnabel zu benennen. Sie tritt Anfang 2027 vorzeitig ab und wechselt zum Internationalen Währungsfonds, wie das Handelsblatt exklusiv berichtete. Laut der EZB wird der Schritt am 3. Januar 2027 wirksam.
AI outlook — possibilities, not facts
Kuratoriumssitzung des WEF am 2. November.
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