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Starkregenereignisse nehmen aufgrund des Klimawandels zu, wodurch städtische Kanalisationssysteme überlastet werden und Überschwemmungen verursachen können.
Köln. Regen ist nicht gleich Regen. In einem durchschnittlichen August fallen in Deutschland etwa 78 Liter pro Quadratmeter. Bei extremem Starkregen rauscht dieselbe Menge mitunter innerhalb weniger Stunden herab. In vielen Städten kann die Kanalisation das nicht aufnehmen, sie quillt über, das Wasser sucht sich andere Wege, zum Beispiel in Keller.
Der Weltklimarat IPCC geht davon aus, dass Starkregenereignisse häufiger werden. Auch Daten des Deutschen Wetterdienstes lassen vielerorts eine Tendenz zur Zunahme von Starkregen erkennen.
Investoren, Hauseigentümer und Kommunen stellt das vor eine neue Aufgabe: Sie müssen Überschwemmungen vorbeugen. „Das Problem ist der hohe Versiegelungsgrad in den Städten“, erklärt Ramona Jones, die sich bei der Immobilienberatung Drees & Sommer auf nachhaltiges Wassermanagement spezialisiert hat. Eine Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) rüstet deswegen eine Fläche um, die bisher kaum Wasser speichern konnte: die Fassade.
Der „Vertical Water Sponge“ sei eine Ergänzung des „Schwammstadt“-Prinzips, erklärt Holger Wack. Er sei darauf ausgelegt, große Wassermengen aufzunehmen, statt sie in die Kanalisation zu leiten. Wack ist Abteilungsleiter am Fraunhofer Umsicht und hat mit seinem Team das Fassadensystem entwickelt.
Nach einer Sturzflut im Grand-Canyon-Nationalpark in Arizona werden 15 Menschen vermisst, während 62 Personen gerettet wurden. Die Flut verwüstete die Phantom Ranch und den Bright Angel Creek, zerstörte Fußgängerbrücken und führte zur Sperrung beliebter Ausflugsziele sowie zur Einstellung von Raftingtouren. Weitere Gewitter sind möglich.
Nach einer plötzlichen Sturzflut im Grand Canyon am Samstag werden mehr als 20 Menschen vermisst. Die Flut traf das Gebiet um Phantom Ranch und den Bright Angel Canyon. Über 60 Personen wurden bislang gerettet, Evakuierungen laufen weiter. Die einzige Wasserleitung des Parks wurde zerstört, Übernachtungen in Lodges sind ab Montag untersagt.
Die sächsische Landesregierung arbeitet an einer Klimaanpassungsstrategie, die im November im Kabinett beraten werden soll. Wirtschaftsminister Dirk Panter fordert zudem dauerhafte Bundesmittel für die Kommunen zur Bewältigung von Klimafolgen.
Die britische Regierung testet über dem Nordatlantik neue Flugrouten, um klimaschädliche Kondensstreifen und künstliche Wolkenbildung durch gezielte Umwege zu vermeiden.
Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) schlägt gestaffelte Wasserpreise in Baden-Württemberg vor, um sparsamen Umgang mit Wasser zu fördern und sozial gerecht zu gestalten. Der Grundbedarf soll günstiger sein, während übermäßiger Verbrauch – etwa für Privatpools oder Rasenberegnung – teurer wird. Die grün-schwarze Koalition will das Thema im neuen Beirat 'Strategie Sichere Wasserversorgung' mit Kommunen und Wasserversorgern behandeln. Voraussetzung ist eine Anpassung der kommunalen Satzungen und des Abgabengesetzes. Der Verband für Energie- und Wasserwirtschaft sowie der Nabu unterstützen den Vorschlag unter der Bedingung, dass hoher Verbrauch nicht automatisch mit Verschwendung gleichgesetzt wird und große Familien nicht benachteiligt werden.

In Portugal werden traditionelle Methoden zur Brandbekämpfung mit modernen Ansätzen kombiniert, um Waldbrände effektiver zu bekämpfen, nachdem das Land aus früheren Katastrophen gelernt hat.