CONCACAF-Präsident Victor Montagliani bat Infantino, einem Jugendturnier fernzubleiben, um den sportlichen Charakter der Veranstaltung nicht zu gefährden.
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Infantino steht wegen umstrittener Pläne zur Einbindung von Investoren in die WM-Geschäfte unter Druck. Die Uefa strebt eine Abwahl Infantinos beim Fifa-Kongress im März 2027 an.
Der umstrittene Fifa-Präsident Gianni Infantino bekommt weiter Gegenwind. Jetzt forderte ihn der Präsident der nordamerikanischen Konföderation CONCACAF auf, nicht bei einem Jugendturnier in der Karibik zu erscheinen.
Wie unter anderem die internationale Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, erhielt Infantino ein Schreiben von Victor Montagliani. Darin bat der Kanadier, der auch Vizepräsident des Fifa-Rates ist, den Chef des Fußballweltverbandes, dem U14-Turnier an diesem Wochenende in der Dominikanischen Republik fernzubleiben. Demnach würde seine Anwesenheit den „sportlichen Charakter“ der Veranstaltung „untergraben“.
„Ich glaube, dass sich die Medien angesichts der Führungskrise bei der Fifa, die durch Ihren umstrittenen Vorschlag ‚FIFA Forward Enterprise‘ ausgelöst wurde, auf diese Situation konzentrieren werden“, hieß es in dem Schreiben von Montagliani. „Daher bitte ich Sie im Namen des Fußballs höflich, Ihre Teilnahme zu überdenken, da sie leider den sportlichen Charakter dieser wichtigen Nachwuchsförderungsmaßnahme untergraben wird.“
Infantino wirbt in der Karibik für sich
Infantino reiste dennoch am Freitag in die Dominikanische Republik. Er traf sich dort unter anderem mit dem Minister für Sport und Freizeit, Kelvin Cruz, lokalen Politikern sowie mit Jose Deschamps, dem Vorsitzenden des dortigen Fußballverbandes. Unklar ist bislang, ob der 56 Jahre alte Schweizer das Jugendturnier auch besuchen wird.
Infantino veröffentlichte auf seinem Instagram-Account Fotos und Videos von dem Treffen, bei dem er herzlich begrüßt und umarmt wurde. „Ich freue mich sehr, hier in der Dominikanischen Republik zu sein, um zu besprechen, wie wir unsere fruchtbare Partnerschaft fortsetzen können, um den Fußball weiter zu stärken und durch den Sport und unser schönes Spiel mehr Chancen für junge Menschen im Land und in der Region zu schaffen“, schrieb der Fifa-Boss.
Infantino steckt in der größten Krise seiner Ära. Besonders seine publik gewordenen und mittlerweile zurückgenommenen Pläne über die Einbindung von Investoren für zukünftige WM-Geschäfte sorgten für Entrüstung in der Fußball-Welt. Dabei hätte Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit der Tochter von US-Präsident Donald Trump, Ivanka, verheiratet ist, über seine Investmentfirma Thrive eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.
Vor allem die Europäische Fußball-Union ist auf Konfrontationskurs gegangen. Die Uefa will Infantinos Wiederwahl beim Fifa-Kongress im März 2027 verhindern. Zahlreiche Verbände unterstützen ihn aber nach wie vor. Auch einzelne karibische Verbände gelten als mögliche Unterstützer.
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