Frankreich: JD Vance macht Einwanderung für Ausschreitungen verantwortlich
US-Vizepräsident nutzt Bilder aus Limoges für innenpolitische Angriffe auf Demokraten
Quick Look
- US-Vizepräsident JD Vance kritisiert die Einwanderungspolitik Frankreichs nach Ausschreitungen in Limoges.
- Er verknüpft die Gewalt mit der US-Innenpolitik und warnt vor ähnlichen Zuständen in den USA im Vorfeld der Kongresswahlen.
AI-generated summary
Why It Matters
In Frankreich fanden landesweite Proteste gegen Lebenshaltungskosten und Bildungsmissstände statt. Dabei kam es in Limoges zu Brandstiftungen am Rathaus.
US-Vizepräsident JD Vance hat Einwanderung für die schweren Ausschreitungen am Rande von Massenprotesten in Frankreich verantwortlich gemacht. »Westliche Liberale haben im Namen von Vielfalt und Mitgefühl die Dritte Welt nach Frankreich und in andere Länder importiert«, schrieb Vance auf X zu einem Video, auf dem das in Brand gesteckte Rathaus der zentralfranzösischen Stadt Limoges zu sehen ist.
»Sie haben grundlegende Fragen der Assimilation und Kompatibilität ignoriert«, schrieb Vance. »Ihnen wurde gesagt, dass es dazu führen würde, und sie haben nicht gehört.« Er »bete« dafür, dass Frankreich »diesen Wahnsinn beendet, bevor mehr seiner Wahrzeichen brennen«.
Vance vertritt wie sein Chef Donald Trump unter anderem in der Migrationspolitik scharf rechte Positionen. Der Vizepräsident versuchte nun zugleich, die Ausschreitungen in Frankreich für den Wahlkampf vor den US-Kongresswahlen zu nutzen – und die oppositionellen Demokraten zu attackieren: Die US-Bürgerinnen und Bürger sollten achtgeben, schrieb Vance auf X zu dem Video. »Das ist die Zukunft, die die Demokraten im Kongress für euer Land wollen.«
Die US-Republikaner hoffen, bei den Midtermwahlen am 3. November ihre knappen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat zu verteidigen.
Rund 550.000 Menschen gehen in Frankreich auf die Straße
In Frankreich hatten die sogenannte Gelbwesten-Bewegung, Gewerkschaften, Schüler, Studierende, Landwirte und andere Organisationen für Samstag zu einem Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem aufgerufen. An den Protesten nahmen nach Regierungsangaben rund 550.000 Menschen teil. Die Organisatoren sprachen von landesweit rund 800.000 Demonstranten.
Open Questions
- Wie reagiert die französische Regierung auf die Einmischung von Vance?
- Welche Auswirkungen haben die Proteste auf die französische Innenpolitik?







