
Der 29-Jährige sichert sich in Birmingham seinen ersten großen Titel. Karl Bebendorf gewinnt die Bronzemedaille.
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Frederik Ruppert knackte im Mai als erster Europäer die Acht-Minuten-Marke über 3000 Meter Hindernis.
Frederik Ruppert hat sich zum Europameister über 3000 Meter Hindernis gekrönt. Der 29-Jährige lief in Birmingham nach 8:25,33 Minuten zu seinem ersten großen Titel der Karriere. Ruppert setzte sich im Alexander Stadium gegen den Luxemburger Ruben Querinjean (8:25,61) durch, Bronze ging wie vor zwei Jahren an Karl Bebendorf (8:26,65). Das Duo gewann die Medaillen 19 und 20 für das deutsche Team bei diesen Titelkämpfen. Niklas Buchholz wurde Neunter (8:31,08).
Bei den Frauen hatte Gesa Felicitas Krause den Titel über diese Distanz gewonnen.
Favoritenstatus dank Europarekord
Ruppert hatte im Mai mit seinen 7:57,80 Minuten als erster Europäer die Acht-Minuten-Marke geknackt, spätestens da war klar: Der Sportsoldat würde für EM-Gold zum engsten Favoritenkreis gehören. »Ich habe das klare Ziel, hier eine Medaille zu machen. Und ich habe natürlich auch immer gesagt, es soll Gold werden. Das ist auch mein Ziel«, hatte Ruppert vor dem Finale gesagt: Aber ich habe noch nie eine Medaille geholt, von daher wäre das schon grandios.«
Im Rennen ließ Ruppert an seinen Ambitionen keinen Zweifel aufkommen. Der Schützling von Isabelle Baumann verhielt sich taktisch äußerst clever und stach im richtigen Moment zu. Und jubelte am Ende als erster deutscher Läufer über EM-Gold seit Damian Kallabis, der 1998 in Budapest den Titel geholt hatte.
»Ich wusste, die Bedingungen hier sind am ehesten meine Bedingungen. Von daher war es eine Chance, die ich nutzen musste. Ich bin einfach nur happy, dass es so ausgegangen ist«, sagte Ruppert danach – und erklärte die Daumenlutsch-Geste, mit der er über die Ziellinie gerannt war: »Ich werde im Januar Papa. Das hat mir extrem viel Kraft und Power gegeben dieses Jahr.«

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