Fresenius übernimmt Biopharma-Tochter mAbxience komplett
Gesundheitskonzern stärkt Geschäft mit Nachahmerarzneien durch Übernahme der restlichen 45 Prozent für bis zu 750 Millionen Euro.
Quick Look
- Der DAX-Konzern Fresenius übernimmt die restlichen 45 Prozent seiner Biopharma-Tochter mAbxience für bis zu 750 Millionen Euro.
- Damit stärkt das Unternehmen in Bad Homburg sein Geschäft mit Biosimilars und baut die Wertschöpfungskette weiter aus.
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Why It Matters
Fresenius war im August 2022 mit 55 Prozent bei mAbxience eingestiegen.
Der Gesundheitskonzern Fresenius übernimmt seine Biopharma-Tochter mAbxience komplett und stärkt damit sein Geschäft mit Nachahmerarzneien. Für die übrigen Anteile im Umfang von 45 Prozent bezahlt der Dax-Konzern bis zu 750 Millionen Euro, wie er in Bad Homburg mitteilte. Verkäufer sind die Unternehmen Insud und Invim. Der Vertrag wurde den Angaben zufolge am Mittwoch unterschrieben und vollzogen. Behördliche Genehmigungen seien nicht nötig gewesen.
Vom Kaufpreis stehen 50 Millionen Euro unter einer Bedingung: Fresenius muss sie nur bezahlen, wenn bestimmte Produktionsstätten zugelassen wurden. Der Konzern war bereits im August 2022 mit einem Anteil von 55 Prozent bei mAbxience eingestiegen.
Zugang zu attraktivem Markt
Mit der Komplettübernahme stärkt Fresenius den Zugang zum wachstumsstarken Markt mit Biosimilars, biotechnologisch hergestellten Medikamenten für Arzneien, deren Patent abgelaufen ist. Da zugleich Gesundheitssysteme weltweit unter finanziellem Druck stehen, spielen günstige Nachahmermittel eine wichtige Rolle für die Versorgung.
Für zahlreiche biologische Arzneimittel laufe künftig der Schutz aus, erklärte Fresenius. «Dieser wachstumsstarke Markt dürfte sich bis 2035 auf mehr als 180 Mrd. Euro versechsfachen.»
Fresenius-Chef Michael Sen sagte: «Mit dem Abschluss der Übernahme von mAbxience erreichen wir den nächsten Meilenstein beim Aufbau eines führenden, vertikal integrierten Biopharma-Geschäfts von relevanter Größe.» Die Biosimilars-Plattform sei nun komplett im Biopharma-Geschäft von Fresenius Kabi gebündelt und decke die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung bis zur Vermarktung ab.
Als Fresenius vor vier Jahren erstmals in mAbxience investiert hatte, war das Marktpotenzial groß, der Biosimilars-Markt habe sich in einer frühen Phase befunden, hieß es weiter. Seitdem habe er sich dynamisch entwickelt.
Open Questions
- Wann genau werden die Produktionsstätten zugelassen?



