Früherer BND-Präsident Hanning muss in Untersuchungshaft
Dem ehemaligen Geheimdienstchef wird geheimdienstliche Agententätigkeit und versuchter Landesverrat vorgeworfen.
Quick Look
- Der ehemalige BND-Präsident August Hanning wurde einen Tag nach seiner Festnahme in Untersuchungshaft genommen.
- Ihm werden geheimdienstliche Agententätigkeit, landesverräterische Ausspähung und versuchter Landesverrat vorgeworfen.
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Why It Matters
August Hanning war Präsident des Bundesnachrichtendienstes. Sein ehemaliger Büroleiter Manfred D. befindet sich bereits wegen ähnlicher Vorwürfe in Haft.
Einen Tag nach seiner Festnahme ist der frühere Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, in Untersuchungshaft genommen worden. Der Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof setzte den Haftbefehl in Vollzug, wie eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte.
Der 80-Jährige steht unter Verdacht, von seinem früheren Büroleiter geheime BND-Erkenntnisse gekauft und teils weitergegeben zu haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm geheimdienstliche Agententätigkeit, landesverräterische Ausspähung, Auskundschaften von Staatsgeheimnissen und versuchten Landesverrat vor.
In einem Fall soll Hanning geheime Informationen genutzt haben, um für den Mitarbeiter eines fremden nachrichtendienstlichen Sicherheitsapparates eine Analyse zu erstellen. "Ob das Produkt den Adressaten erreichte, ließ sich bislang nicht feststellen", erklärte die Bundesanwaltschaft. Um welches Land es geht, blieb offen.
Hannings früherer Büroleiter beim BND, Manfred D., sitzt schon wegen Beihilfe zum versuchten Landesverrat und zur landesverräterischen Ausspähung in U-Haft.
Open Questions
- Um welchen fremden Nachrichtendienst handelt es sich?
- Hat die Analyse den Adressaten erreicht?

