Fußball: Bayern-Coach Kompany zur Kimmich-Diskussion: «Mini-Debatte»
Quick Look
- Bayern-Trainer Vincent Kompany äußerte sich zur Debatte um Joshua Kimmichs Rolle in der deutschen Nationalmannschaft und bezeichnete die Diskussion als Mini-Debatte ohne Einfluss auf den FC Bayern.
- Kimmich fehlte in den Länderspielen gegen Serbien und Griechenland, während das neue Mittelfeld mit Pavlovic, Bischof und Wirtz überzeugte.
- Lothar Matthäus und Oliver Kahn äußerten sich ebenfalls zur Situation.
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Why It Matters
Joshua Kimmich ist ein erfahrener Spieler des FC Bayern München und früherer Nationalspieler. Unter Bundestrainer Jürgen Klopp wurde das Mittelfeld der deutschen Nationalmannschaft neu formiert, wobei junge Spieler wie Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof sowie Florian Wirtz vermehrt zum Einsatz kommen.
In der Diskussion um den Stellenwert von Joshua Kimmich in der Nationalmannschaft sieht Bayern-Trainer Vincent Kompany viel Lärm um Nichts. «Ich versuche ganz oft rauszubleiben aus Mini-Debatten, weil das sind Mini-Debatten», sagte der Coach des deutschen Fußball-Rekordmeisters bei RTL/Sky Sport.
Einen Einfluss auf den FC Bayern sieht der Belgier keineswegs. «Ich glaube, dass es andersrum ist, dass die Nationalmannschaft beeinflusst ist von dem, was in einem Verein passiert», sagte Kompany.
Konkurrenz aus dem eigenen Club
Kimmich war bei den Spielen gegen Serbien (2:0) und in Griechenland (0:0) nicht Teil des Kaders. Der 31-Jährige hatte nur zum Aufgebot des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp in den ersten Länderspielen gegen die Niederlande (1:1) und daheim gegen die Griechen (0:1) gehört.
Mit einem neu formierten und sehr gut harmonierenden Mittelfeld mit dem Bayern-Duo Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof sowie Florian Wirtz hatte die DFB-Auswahl in München beim 2:0 gegen Serbien den ersten Sieg gefeiert.
Kahns Gefühl
Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus und Oliver Kahn sahen Kimmich in der Debatte um seinen Stellenwert unter Druck. Kahn meinte, er habe das Gefühl, dass der Bayern-Profi «nicht mehr hundertprozentig» einen Stammplatz habe.
In den Augen von Matthäus muss Kimmich sich wie andere auch immer wieder beweisen. «Wenn Kimmich die Leistung bringt, dann ist er natürlich gesetzt. Wenn Pavlovic stärker spielt und Bischof oder irgendein anderer, und Klopp sieht ihn in der Position von Kimmich, dann wird es Kimmich auch schwer haben», sagte der 65-Jährige. «Aber Joshua hat für mich in Amsterdam abgeliefert, war für mich der beste deutsche Feldspieler. Und deswegen sehe ich jetzt nicht diese Diskussion.»
Für Michael Ballack, einst ebenfalls Spielführer der DFB-Auswahl, heißt Klopps Entscheidung «nicht, dass er ihn schwächt». Gleichzeitig meinte er mit Blick auf die anderen Mittelfeldakteure: «Es gibt Spieler, die ihn auch schnell überholen können.»
Open Questions
- Wie wird sich die Situation um Kimmichs Platz in der Nationalmannschaft entwickeln, wenn er wieder in Form zurückkehrt?
- Welche langfristigen Pläne hat Jürgen Klopp für das Mittelfeld der deutschen Nationalmannschaft?