
Die von der G7 beschlossene Freigabe von 100 Millionen Barrel Öl soll die Preise senken. Experten und Politiker äußern jedoch Zweifel an der Wirksamkeit.
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Die G7 haben die Freigabe von 100 Millionen Barrel Öl beschlossen, um auf die Energiepreiskrise infolge der Spannungen in der Straße von Hormus zu reagieren.
Die Freigabe sei ähnlich wie der Tankrabatt ein Pflaster, das kurzfristig Linderung verschaffen könne, sagte die Expertin vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW): »Es kann eine Weile lang etwas abfedern, aber die grundlegende Problematik bleibt weiterhin bestehen.«
Entscheidend für Autofahrer sei zudem, wie groß der Dieselanteil der freigegebenen Reserven sei, sagte Sultan. Das gehe aus der Mitteilung der G7 nicht hervor. Denn durch die Lage in der Straße von Hormus wird nicht nur der Ölexport eingeschränkt, auch wichtige Raffinerien sind vom Weltmarkt abgeschnitten.
Reiche: Kein Risiko für Energieversorgung
Für eine dauerhafte Normalisierung der Energiepreise braucht es Sultan zufolge jedoch eine Öffnung der Straße von Hormus. Dort waren in den vergangenen Tagen erneut Tanker unter Beschuss geraten, wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte. »Wenn wir gleichzeitig eine weitere Eskalation in der Straße von Hormus haben«, so die Behörde, »und da nichts mehr durchgeht, dann ist auch die Reserve nur ein Tropfen auf den heißen Stein.«
US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen Druck auf Europa ausgeübt, Reserven freizugeben. Auch mit einem Exportstopp von Diesel aus den USA hatte er gedroht. Trump möchte die hohen Spritpreise kurz vor den Midtermwahlen in den USA Anfang November senken. Die Grünen kritisieren die Entscheidung der G7 auch aus diesem Grund scharf: »Der Wahlkampf von Trump ist kein Notfall. Diese Freigabe ist eine politische Dummheit. Die EU macht sich klein und schwach«, sagte der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner dem SPIEGEL.
Unklar isst, inwieweit die nun beschlossenen 100 Millionen Barrel einen zusätzlichen Rückgriff auf die Reserven über die bereits im März beschlossene Freigabe hinaus bedeuten. Damals hatte die IEA eine Menge von bis zu 400 Millionen Barrel vorgeschlagen. In der Mitteilung der G7 vom Freitag heißt es, die nun beschlossenen 100 Millionen Barrel seien ein Teil der Umsetzung der damaligen Verpflichtungen – allerdings unter »Berücksichtigung der bereits erfüllten Verpflichtungen«. Laut der IEA sind bislang 325 der 400 Millionen Barrel freigegeben worden. Somit wären lediglich 75 Millionen Barrel aus dem März-Beschluss noch offen.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) versucht unterdessen, Befürchtungen über Engpässe zu zerstreuen. Reiche teilte am Freitag mit, die Energieversorgung sei durch die Freigabe nicht gefährdet. Über vier Monate würden 100 Millionen Barrel (je 159 Liter) koordiniert über die IEA mobilisiert, mit einer erheblichen Dieselfreigabe bereits in den ersten 20 Tagen. »Dabei bleibt jederzeit ausreichend Reserve zur Sicherung der Versorgung im System.« Das werde fortlaufend überwacht.
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Freigabe von 100 Millionen Barrel Öl über vier Monate
Very likely · Within months

Under pressure from the US government, the G7 countries are releasing up to 100 million barrels of diesel and crude oil to reduce high fuel prices. The German Greens criticize the decision as political stupidity.
EnBW, Ørsted and Vattenfall are currently building three large offshore wind farms in the North Sea: He Dreiht with 64 wind turbines and power supplying 1.1 million households, Borkum Riffgrund 3 and Nordlicht 1 with planned completion in 2028. All projects require no government funding and are intended to make a significant contribution to the German energy transition.

The G7 countries have announced the release of up to 100 million barrels of diesel and crude oil from their reserves. The aim of the measure is to relieve pressure on the energy markets in the next four months, as French President Emmanuel Macron announced.
An interim storage facility for low- and medium-level radioactive waste may be built at the decommissioned Krümmel nuclear power plant. Environment Minister Tobias Goldschmidt granted approval for the storage of approximately 8,000 tons of material, which will later be transferred to the Konrad shaft repository.
Bavaria's Prime Minister Söder and Croatia's Prime Minister Plenković want to accelerate the construction of a gas and hydrogen pipeline from Krk to Bavaria. The project is intended to strengthen energy security through LNG and, in the future, green hydrogen.

Federal Minister of Economics Katherina Reiche is planning to cap rental payments for wind power areas at 3.5 percent of annual sales as part of the EEG amendment. This could save the federal budget by billions by 2045, but is encountering resistance from land owners.