
Donald Trump und Xi Jinping sprechen über KI wie über Massenvernichtungswaffen, während der deutsche Investitionsgipfel grundsätzliche Fragen aufwirft.
Angesichts der globalen Technologiekonkurrenz zwischen den USA und China stellt sich für Deutschland die Frage nach der strategischen Wirkung von Investitionen, verdeutlicht am Vergleich von Stuttgart 21 und Starlink.
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Donald Trump und Xi Jinping verhandeln über Künstliche Intelligenz, während in Deutschland über Investitionen debattiert wird.
Donald Trump und Xi Jinping sprechen gleichzeitig über Künstliche Intelligenz, als würden sie erstmals über Massenvernichtungswaffen verhandeln. Technologische Supermächte definieren die Grenzen unserer Zukunft, während wir nicht einmal am Tisch sitzen.
Vor diesem Hintergrund wirft der Investitionsgipfel in Deutschland eine grundlegende Frage auf: In welche Richtung wollen wir investieren? In „Standortfaktoren“, „Bürokratieabbau“ oder „Infrastruktur“? Das sind wichtige Themen.
Der Vergleich zwischen Stuttgart 21 und Starlink zeigt jedoch, wie unterschiedlich Investitionen wirken können. Mit 14,5 Milliarden Euro liegen die Kosten des Bahnhofs höher als die rund 12 Milliarden Dollar für den Aufbau der Satellitenkonstellation, die gerade geopolitische Machtverhältnisse verändert. Zugleich stehen 23 Jahre Bauzeit bei Stuttgart 21 einem Aufbau von Starlink innerhalb von sechs Jahren gegenüber.
Neue Bahnhöfe haben ihren Wert. Wenn wir von „Zukunftsfähigkeit“ sprechen, müssen wir aber auch die strategische Wirkung von Investitionen berücksichtigen: Welche Fähigkeiten brauchen wir, um in einer Welt technologischer Machtpolitik bestehen zu können?
Wie dringlich diese Frage ist, zeigt die politische Wechselhaftigkeit der Trump‑USA. Weil die USA in zentralen technologischen Bereichen führen, wird unsere Abhängigkeit von ihnen zum strategischen Risiko. Mehr deutsche und europäische Eigenständigkeit lässt sich jedoch nicht politisch herbeibeschwören. Sie muss auf eigener Technologieführerschaft beruhen.

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