
Der Ukrainer Serhij K. muss sich vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht wegen der mutmaßlichen Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines verantworten.
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Im September 2022 wurden die Nord-Stream-Pipelines durch Anschläge in der Ostsee zerstört.
Der Angeklagte soll als ukrainischer Offizier und in Kenntnis staatlicher Stellen die Nord-Stream-Pipelines zerstört haben. In Hamburg steht er nun vor Gericht.
Der Angeklagte Serhij K. sitzt zwischen seinen Anwälten: Die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines hatten im September 2022 für Schlagzeilen gesorgt. Foto: Markus Scholz/dpa-Pool/dpa
Hamburg. Ungefähr vier Jahre nach dem Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee hat in Hamburg der Prozess gegen einen der mutmaßlichen Täter begonnen. Der 50 Jahre alte Ukrainer Serhij K. muss sich vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts unter anderem wegen des Vorwurfs eines Kriegsverbrechens verantworten.
In der zu Prozessbeginn verlesenen Anklage wirft ihm die Bundesanwaltschaft zudem die Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen, Zerstörung von Bauwerken sowie der Störung öffentlicher Betriebe vor. Da er die Taten als Offizier der ukrainischen Armee und mit Kenntnis staatlicher Stellen der Ukraine begangen habe, seien sie als Kriegsverbrechen zu werten.
Die Anschläge auf die Nord-Stream-Gasleitungen hatten im September 2022 – wenige Monate nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine – weltweit für Schlagzeilen gesorgt.
Angeklagter soll Sprengkommando geführt haben
Entsprechend groß war auch der Medienandrang vor dem Gerichtssaal. Mehr als 100 Journalisten hatten sich dem Gericht zufolge für den Prozess angemeldet, darunter von Medien aus Russland, der Ukraine, den USA, China und mehreren europäischen Ländern.
Serhij K. soll der Anklage zufolge zusammen mit weiteren Militärangehörigen und im Auftrag staatlicher Stellen der Ukraine den Plan entwickelt haben, die von Russland durch die Ostsee nach Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern verlaufenden Erdgasleitungen zu zerstören. Ziel sei es gewesen, zu verhindern, dass Russland Einnahmen aus dem Gashandel zur Finanzierung seines Angriffskrieges gegen die Ukraine nutzt.
Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten etwa 20 Ukrainer. Sie forderten, den Angeklagten nicht wegen Kriegsverbrechen zu verurteilen. Sein Land wisse nicht erst seit dem russischen Angriffskrieg, was Kriegsverbrechen seien, sagte ein Sprecher der Demonstranten. „Die Ukraine hat das Recht sich zu verteidigen, um zu überleben.“
Mehr: Historischer Sabotageangriff: Warum der Nord-Stream-Prozess so brisant ist
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Fortsetzung der Prozessverhandlungen am Hanseatischen Oberlandesgericht
Very likely · Within weeks

Before the start of the trial on the Nord Stream explosions, members of the “Vilni de Ua” association demonstrated in Berlin. They viewed the destruction of the pipelines as an act of defense by Ukraine against Russian aggression.
Four years after the Nord Stream attacks, the trial against Ukrainian officer Serhij K. began in Hamburg. The federal prosecutor's office accuses him, among other things, of war crimes and causing explosive explosions.

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