
Ein breites Bündnis fordert die Bundesregierung auf, von geplanten Kürzungen in der Pflege und anderen Bereichen abzusehen.
Ein Bündnis aus Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden kritisiert in Berlin geplante Kürzungspläne der Bundesregierung im Sozialbereich, insbesondere bei der Pflegereform und den Pflegegraden.
AI-generated summary
Ein Bündnis aus Verbänden und Gewerkschaften kritisiert die von der Bundesregierung beschlossenen Pläne zur Pflegereform und mögliche Kürzungen im Sozialbereich.
Bei der Pflege und in anderen Bereichen setzt die Regierung auch auf Einsparungen. Gewerkschaften und Verbände warnen vor weitreichenden Folgen.
Im September demonstrierten Zehntausende auf DGB-Demos gegen Sozialabbau, nun warnen DGB und andere Verbände vor konkreten Kürzungsplänen. (Archivbild) Foto: Christophe Gateau/dpa
Berlin. Ein breites Bündnis von Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden ruft die Bundesregierung auf, von geplanten Kürzungen in verschiedenen Sozialbereichen abzusehen. „Sozialer Zusammenhalt ist Voraussetzung für demokratische Stabilität“, schreiben der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Gewerkschaften IG Metall und Verdi, Caritas und Diakonie sowie Sozialverbände wie der VdK in einem der dpa vorliegenden Aufruf.
Konkret kritisieren sie die am Mittwoch im Kabinett beschlossenen Pflegereformpläne. Die geplante Veränderung bei der Einstufung in die Pflegegrade würde ihrer Ansicht nach dazu führen, „dass Betroffenen die Inanspruchnahme der Leistungen der Pflegeversicherung erschwert oder verwehrt wird“.
Harsche Kritik übte auch Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz. „Der Bundesgesundheitsminister will die Pflegekommission bei zentralen Themen mit Denkverboten belegen“, sagte er der dpa. Selbst verfassungsgemäßen Vorschlägen für die Zusammenführung der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung würde Carsten Linnemann (CDU) vorab eine Absage erteilen. Brysch forderte: „Alle Themen und Lösungen müssen jetzt auf den Tisch.“
Linnemann hatte angekündigt, dass die geplante Expertenkommission Modelle für soziale Ausgleichsmechanismen zwischen den Kassen prüfen werde. Die auch von der SPD geforderte Deckelung der Eigenanteile für Pflegekosten im Heim solle dort jedoch kein Thema sein.
Was die Regierung bei den Pflegegraden plant
Der Minister will mit strengeren Kriterien auf den Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen reagieren. Dabei soll auch ein Entlastungsbetrag bei Pflegegrad 1 für Alltagshilfen wie Putzen (131 Euro) gestrichen werden, dafür ein neuer Anspruch auf Pflegebegleitung hinzukommen. Der Entwurf wird nun im Bundestag beraten.
Die Verbände warnen: „Es muss vermieden werden, dass die adäquate Versorgung von Pflegebedürftigen und die mühsam errungene Personalbemessung der Einrichtungen, die vom Mix der Pflegegrade abhängt, gefährdet werden.“ Mit Sorge sehe das Bündnis, dass die Regierung in weiteren Bereichen wie Wohngeld, Kinderzuschlag, Unterhaltsvorschuss oder Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe Kürzungen durchsetzen wolle.
„Wesentliche demokratische Bedeutung“
Zu den bereits im vergangenen Jahr zusammengefundenen 14 Verbänden zählen auch der Sozialverband Deutschland (SoVD), der Paritätische Gesamtverband und weitere Organisationen wie der BUND und der Deutsche Frauenrat.
Der Sozialstaat habe „nicht nur eine soziale und wirtschaftliche, sondern auch eine wesentliche demokratische Bedeutung“, mahnt das Bündnis. Sozialstaatsreformen müssten im Alltag, im Job und zu Hause ankommen. Die Verbände fordern „starke, verlässliche und solidarisch finanzierte soziale Sicherungssysteme“. Dabei sollten hohe Vermögen und Erbschaften angemessen besteuert werden.
AI outlook — possibilities, not facts
Der Entwurf der Pflegereform wird im Bundestag beraten.
Very likely · Within weeks
AfD supporters demonstrated against the federal government on German Unity Day in Fürstenwalde under the leadership of Björn Höcke. A festival for diversity took place at the same time. The police registered attacks on two YouTubers.
In view of massive budget deficits, the city of Bonn is examining savings that could jeopardize the performance of the Bonn Theater. General Director Bernhard Helmich firmly rejects a closure and refers to existing contracts.

Flávio Bolsonaro, the eldest son of former Brazilian President Jair Bolsonaro, is positioning himself as a challenger to incumbent Lula in the presidential elections. Despite allegations of corruption, he has high poll ratings.

Chancellor Friedrich Merz visited Kiev to assure Ukraine of continued support despite ongoing Russian air strikes. A 1.35 billion euro aid package for armaments and infrastructure was announced, while Zelensky praised Germany's leadership.
Iranian Parliament Speaker Mohammed Bagher Ghalibaf has tied the reopening of the Strait of Hormuz to seven conditions. These are based on an interim agreement from June 2026 and were sent to the USA via the intermediary Qatar.
The police are investigating after attacks on YouTubers at an AfD event with Björn Höcke in Fürstenwalde. One of the criticisms is that the blogger who was attacked was sent off, but the alleged perpetrator was not.