
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger schlägt eine Besteuerung der KI-Umsätze zur Finanzierung des Arbeitsmarktumbaus vor, während DIW-Präsident Marcel Fratzscher mehr staatliche Kontrolle über KI-Unternehmen fordert und vor existenziellen Bedrohungen warnt.
AI-generated summary
Die Diskussion über die Regelung von Künstlicher Intelligenz gewinnt an Bedeutung, da KI-Technologien rasch fortschreiten und zunehmende wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Auswirkungen zeigen.
Künstliche Intelligenz boomt. Um von den Umsätzen mit KI zu profitieren, plädiert Digitalminister Wildberger für eine Besteuerung. Wirtschaftsexperte Fratzscher fordert wiederum mehr staatliche Kontrolle - und warnt vor einer "Bedrohung unserer Existenz".
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger plädiert dafür, die Umsätze mit Künstlicher Intelligenz in Deutschland zu besteuern. Mit dem Geld sollte aus seiner Sicht der Umbau des Arbeitsmarkts bezahlt werden. "Den extrem hohen Umsatz mit dieser Technologie müssen wir besteuern, und mit dem Geld können wir den Umbau finanzieren, das ist auch mein Ansatz", sagte Wildberger dem "Tagesspiegel". "Wenn hierzulande Wachstum und Wertschöpfung entstehen, müssen hierzulande auch Steuern gezahlt werden."
Microsoft-Gründer Bill Gates fordert schon länger, Roboter und KI zu besteuern. Er will so den Anreiz verringern, Menschen durch Maschinen zu ersetzen. Gates befürchtet, dass Künstliche Intelligenz zu massiven Jobverlusten führen könnte.
Auch Wildberger rechnet damit, dass KI die Arbeitswelt grundlegend verändern wird. Langfristig entstehe zwar mehr Beschäftigung, aber in anderen Jobs als heute. Umschulungen und neue Tätigkeiten, etwa im Handwerk oder in der Pflege, müssten finanziert werden, so der Minister. Dafür brauche es Wachstum und Offenheit für andere Instrumente.
Fratzscher fordert staatliche Kontrolle
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, fordert zudem, dass der Staat die führenden KI-Unternehmen mehrheitlich kontrolliert. Es sei "zentral, dass der Staat Eigentümer aller KI-Frontier-Unternehmen und Infrastruktur wird", sagte Fratzscher dem "Süddeutsche Zeitung Dossier".
"Ich halte KI für die potenziell größte Bedrohung unserer Existenz und eine größere Bedrohung, als Atomwaffen es jemals waren", so Fratzscher. "Wir müssen die Gefahren ernst nehmen." Die Politik tut dies dem DIW-Präsidenten zufolge nicht. Die Sicherheitsdebatte müsste das politische Top-Thema in Europa und Deutschland sein, sagte er.
Fratzscher warnte zudem vor Kontrollverlust wegen eines Wettlaufs um immer leistungsfähigere Modelle. "Niemand hätte einen rein privatwirtschaftlichen Wettlauf um die effizienteste und modernste Atombombe akzeptiert", sagte er. "Das sollten wir auch bei KI so handhaben." Der Staat hafte ohnehin für Risiken, die kein privates Unternehmen tragen könne. Daraus folge, dass er auch die volle Kontrolle ausüben müsse. Eine Selbstregulierung der Branche funktioniere nicht.
Um existenzielle Risiken zu minimieren, solle der Staat vom ersten bis zum letzten Schritt beteiligt sein. Das brauche globale Regeln und eine internationale Regulierungsbehörde, so Fratzscher. Dabei müsse sich Europa als Vermittler zwischen den USA und China positionieren und auf multilaterale Institutionen drängen.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Bundesregierung wird konkrete Vorschläge zur Besteuerung von KI-Umsätzen vorlegen.
Possible · Within months
Die Debatte über staatliche Kontrolle von KI-Unternehmen wird in politischen Kreisen intensiver geführt.
Likely · Within weeks
The President of the German Institute for Economic Research, Marcel Fratzscher, calls for the state to have majority control over leading AI companies because he sees AI as a greater existential risk than nuclear weapons. Federal Digital Minister Karsten Wildberger is demanding more care in the security of models and is planning his own AI security institute. Bill Gates warns of AI-powered cyberattacks and calls for stricter regulation.

Federal Digital Minister Karsten Wildberger (CDU) proposes taxing sales of artificial intelligence in Germany in order to finance the restructuring of the labor market. He argues that value creation in the country must also be taxed there. Bill Gates also calls for taxing robots and AI to slow the replacement of humans by machines.

After cyber attacks on booking service providers, guest data was stolen. Criminals use this information to create authentic-looking phishing messages to obtain credit card information. Experts recommend contacting the accommodations directly.

Microsoft President Brad Smith calls for stricter global regulations for AI in a BBC interview. He proposes mandatory security audits by independent experts, emergency stop mechanisms and an official reporting requirement for IT security incidents.

Young German founders like Marvin Gabler are increasingly moving to San Francisco to benefit from US investments in the field of artificial intelligence, while German investors are following them.

Researchers at the Fraunhofer Institute for Secure Information Technology in Darmstadt have developed a deepfake detector that can distinguish between real people and AI-generated fakes in real-time video conferences.