
Knapp 14.000 bestätigte Fälle und scharfe Kritik an den Gesundheitsbehörden wegen eines Parasiten im Eisbergsalat.
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Ein Parasiten-Ausbruch durch kontaminierten Eisbergsalat führt zu Tausenden Erkrankungen in den USA.
Tom verkauft an seinem Marktstand in Washington frischen Salat, Kräuter und Gemüse. Und er beantwortet in diesen Tagen vor allem Fragen: "Viele fragen uns danach. Das Problem betrifft Taylor Farms, von denen werden wir nicht beliefert. Aber die Leute sind trotzdem besorgt."
Sorgen macht den Kunden der größte Zyclosporiasis-Ausbruch, den die USA je erlebt haben. Knapp 14.000 Fälle hat die US-Gesundheitsbehörde CDC bestätigt. Etwa 740 Menschen mussten ins Krankenhaus, zwei sind gestorben. Mehr als 10.000 weitere Fälle werden noch untersucht.
Kontaminierter Eisbergsalat mit Darmparasit
Im Zentrum der Ermittlungen: kontaminierter Eisbergsalat. Gesundheitsbehörden bringen mindestens einen Teil der Fälle mit Produkten des Salatverarbeiters Taylor Farms in Mexiko in Verbindung. Für viele Verbraucher ist frischer Salat deshalb keine Option mehr.
Auslöser ist der Darmparasit Cyclospora. Er wird meist über verunreinigten Salat oder Frischgemüse aufgenommen. Die Krankheit verursacht oft wochenlangen Durchfall, Müdigkeit und Gewichtsverlust.
Ein großes Problem ist die lange Inkubationszeit. "Zwischen Ansteckung und ersten Symptomen können bis zu zwei Wochen vergehen", erklärt Dr. Omer Awan von der Universität Maryland. "Dann erinnern sich viele Betroffene nicht mehr daran, was sie gegessen haben." Das erschwere die Suche nach der Ursache erheblich. Deshalb dauert die Suche nach der Quelle oft Wochen.
Kritik an Gesundheitsbehörden
Kritik gibt es auch an den Gesundheitsbehörden. "Viele der entlassenen CDC-Mitarbeiter waren für die Verfolgung solcher Ausbrüche zuständig. Außerdem schreibt die CDC die Meldung von Cyclosporiasis seit Juli 2025 nicht mehr vor", sagt Awan.
Die CDC weist allerdings darauf hin, dass die Erkrankung in den meisten Bundesstaaten durchaus weiterhin meldepflichtig sei. Fest steht dagegen: Die Zahl der Erkrankungen ist außergewöhnlich hoch.
Massive Salmonellen-Ausbrüche
Und während die Behörden noch immer neue Cyclospora-Fälle untersuchen, gibt es bereits das nächste Lebensmittelproblem: massive Salmonellen-Ausbrüche.
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat deshalb strengere Hygiene- und Lieferkettenkontrollen für verzehrfertiges Obst und Gemüse empfohlen. Verbindlich sind die Vorgaben aber nicht.
Viele Verbraucher reagieren längst selbst: "Ich gucke genauer wo ich einkaufe und nehme fast nur gefrorenes Gemüse", berichtet Marissa. Andere gehen sogar noch einen Schritt weiter. "Ich ziehe meinen Salat inzwischen selbst. Ohne den Ausbruch hätte ich das wahrscheinlich nie versucht", sagt Ivan.
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FDA empfiehlt strengere Hygiene- und Lieferkettenkontrollen
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