In Schweden, Belgien und Luxemburg kam es zu massiven Störungen der Kühl- und Gefriersysteme durch mutmaßliche Hackerangriffe.
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Bereits im Vormonat kam es in Frankreich zu einem großangelegten Cyberangriff auf Kühlanlagen von hunderten Supermärkten.
Erneut haben Cyberkriminelle Kühlanlagen in europäischen Supermärkten angegriffen. In schwedischen, belgischen und luxemburgischen Supermärkten sind in der Nacht zu Montag die Temperaturen in den Kühl- und Gefrieranlagen drastisch gestiegen. Mindestens ein betroffenes Geschäft in Schweden führte dies auf einen Cyberangriff zurück.
Der Einzelhandelskonzern Ahold Delhaize teilte mit, dass eine „IT-Störung“ Kühlsysteme in Dutzenden seiner Supermärkte in Belgien und Luxemburg beeinträchtigt habe. Unternehmenssprecherin Sarah De Meester erklärte, die Vorkommnisse würden untersucht. Ahold Delhaize hatte der niederländischen Polizei bereits im vergangenen Monat einen Cyberangriff gemeldet.
Die Genossenschaft Coop erklärte der Tageszeitung „Aftonbladet“ zufolge, dass sechs ihrer Filialen betroffen gewesen seien. Das Geschehen ähnelt einem großangelegten Angriff in Frankreich im vergangenen Monat. Dort hatten Hacker nach Angaben der französischen Polizei die Kontrolle über die Kühlanlagen Hunderter Supermärkte übernommen, was zum Verderb von Lebensmitteln und zu Bränden führte.
Attacken offenbar weniger schlimm als jüngst in Frankreich
Der Supermarkt ICA Kvantum in dem Ort Sjöbo schrieb auf Facebook, die Temperatur in den Kühl- und Gefrierschränken sei auf bis zu 50 Grad gestiegen, die Probleme seien einem Hackerangriff geschuldet. Die ICA-Gruppe bestätigte das aber nicht. Auch sechs Supermärkte der Kette Coop meldeten Probleme mit den Kühlsystemen.
In Belgien sind demnach unter anderem Supermärkte von Delhaize, Carrefour und Spar betroffen. Belga berichtet unter Berufung auf den Kühltechnik-Dienstleister Sabcobel von bislang rund zwanzig betroffenen Anlagen.
Damit ist das Ausmaß in Belgien nach bisherigem Stand deutlich geringer als bei dem Angriff in Frankreich Mitte vergangenen Monats. Dort waren damals etwa 150 Geschäfte betroffen.
Auch Probleme in Irland und Estland?
Nach Angaben von Sabcobel wurden die Anlagen aus der Ferne in den Abtaumodus versetzt. „Wir haben heute Nacht ab 1 Uhr damit begonnen, Techniker zu mobilisieren, um die Situation unter Kontrolle zu bringen“, sagte Sabcobel-Vorstandschef Stephan Moelans der Nachrichtenagentur Belga.

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