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Hammer stellt Geschäftsbetrieb ein: 21 Filialen schließen bis Ende Mai
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Die Zeit5/20/2026Business2 min readGermany

Hammer stellt Geschäftsbetrieb ein: 21 Filialen schließen bis Ende Mai

Quick Look

  • Die Fachmarktkette Hammer stellt ihren Geschäftsbetrieb ein.
  • Bis Ende Mai schließen die letzten 21 Filialen, da kein Investor für eine Übernahme gefunden wurde.
  • Rund 1.100 Beschäftigte wurden bereits gekündigt.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Fachmarktkette Hammer, spezialisiert auf Raumausstattung und Heimtextilien, hat Insolvenz angemeldet. Ein Investor für eine Übernahme konnte nicht gefunden werden. Dies ist Teil einer größeren Pleitewelle im deutschen Einzelhandel.

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Die Fachmarktkette Hammer stellt den Geschäftsbetrieb ein. Bis Ende Mai schließen die letzten 21 Filialen, wie Insolvenzverwalter Stefan Meyer der Deutschen Presse-Agentur sagte. Anschließend soll das Unternehmen abgewickelt werden. Ein Investor für eine Übernahme und eine Fortführung habe sich nicht gefunden.

Die Hammer Raumstylisten GmbH, zu der die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte gleichnamige Kette gehört, hatte im Januar einen Insolvenzantrag gestellt. Mangels Perspektive schlossen bereits Ende März 46 Hammer-Filialen, weitere 20 vier Wochen später. Ende April wurde allen rund 1.100 Beschäftigten gekündigt. Die Entwicklung sei «außerordentlich bedauerlich», sagte Meyer. Zwar habe es mehrere Interessenten gegeben, unverbindliche Angebote seien jedoch zurückgezogen worden.

Der Insolvenzverwalter bezeichnete die Rahmenbedingungen des Verfahrens als «äußerst herausfordernd». Er begründete das unter anderem mit der zweiten Insolvenz innerhalb kurzer Zeit, einem schwierigen Marktumfeld im Einzelhandel sowie dem finanziellen Zustand des Unternehmens. Laut Meyer laufen derzeit noch Gespräche mit Vermietern und branchenfremden Interessenten. Dabei geht es um die Übernahme von Mietflächen an bisherigen Hammer-Standorten. Ob Beschäftigte übernommen werden, ist offen.

Pleitewelle im Einzelhandel

Die Hammer-Fachmärkte waren erst im Herbst von einem Investorenkonsortium namens Rethink übernommen worden. Wer dahintersteht, blieb unklar. Zuvor hatte der ehemalige Mutterkonzern, die Brüder Schlau Gruppe, im Juni 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und war anschließend abgewickelt worden. Im Zuge dessen wurden bereits zahlreiche Hammer-Filialen geschlossen. Die Großhandelssparte Schlau wurde vollständig aufgegeben.

Der Einzelhandel steht wegen der schwachen Konsumstimmung und des wachsenden Onlinehandels stark unter Druck. Kürzlich hatten unter anderem der Non-Food-Discounter Mäc Geiz und die Deko-Kette Depot Insolvenzanträge gestellt. Die Zahl der Pleiten in der Branche befindet sich auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Der Kreditversicherer Allianz Trade verzeichnete im vergangenen Jahr 2.571 Fälle. Branchenexperten erwarten weiter steigende Zahlen.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Weitere Insolvenzen im Einzelhandel

    Very likely · Medium term

Open Questions

  • Wie viele Mietflächen werden von branchenfremden Interessenten übernommen?
  • Werden Beschäftigte von Hammer von neuen Mietern übernommen?
  • Wer genau steckt hinter dem Investorenkonsortium Rethink?

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This article was originally published by Die Zeit.

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