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Herzlich willkommen in der neuen Zinswelt
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Herzlich willkommen in der neuen Zinswelt

Ein Finanzsystem mit Renditen jenseits von fünf Prozent markiert das definitive Ende der Ära des billigen Geldes.

Quick Look

  • Ein Finanzsystem mit Renditen über fünf Prozent markiert das Ende der Ära des billigen Geldes.
  • Vor allem in den USA kletterte die Rendite zehnjähriger Staatsbonds auf den höchsten Stand seit 2002, was die globalen Märkte verändert.

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Why It Matters

Die Zinsen an den Anleihemärkten sind in den vergangenen Wochen stark gestiegen.

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Herzlich willkommen in der neuen Zinswelt! Ein Finanzsystem mit Renditen jenseits von fünf Prozent markiert das definitive Ende der Ära des billigen Geldes, und dieser Paradigmenwechsel wird die Bedingungen an den globalen Märkten grundlegend verändern. Noch puffern solide Wachstumsraten und robuste Unternehmensgewinne, vor allem in den USA, den rasanten Renditeanstieg der vergangenen Wochen ab. Das kann sich aber schnell ändern.

Das Epizentrum des Bebens liegt in den USA. Dort haben die Anleihemärkte das schlechteste Quartal seit 30 Jahren hinter sich. Die Rendite zehnjähriger Staatsbonds kletterte auf bis zu 5,3 Prozent, den höchsten Stand seit 2002. Zum Vergleich: Anfang des Jahres lagen die US-Renditen noch bei deutlich kommoderen 3,96 Prozent.

Der rasante Renditeanstieg bedeutet, dass alle anderen Anlageklassen deutlich höhere Erträge liefern müssen, um im Wettbewerb um das Kapital der Investoren zu bestehen. Das stellt die Bewertung von Aktienportfolios infrage, verschärft die Bedingungen für Kreditnehmer aller Couleur, von Staaten über Unternehmen bis zu den Verbrauchern, und bietet gleichzeitig deutlich bessere Konditionen für traditionelle Sparer.

Open Questions

  • Wie reagieren die Zentralbanken auf die neuen Renditeniveaus?
  • Welche Auswirkungen hat dies auf den europäischen Markt?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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