Der neue Infraplan des Bundesverkehrsministeriums sieht die Inbetriebnahme des Sundtunnels erst bis 2035 vor. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister fordert Gespräche.
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Die Sundbrücke aus den 1960er Jahren soll durch einen neuen Tunnel ergänzt werden. Der Ostseetunnel zwischen Fehmarn und Lolland ist Teil eines Großprojekts.
Der Bau der deutschen Hinterlandanbindung des Ostseetunnels zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland auf deutscher Seite dauert voraussichtlich länger als bislang geplant.
Der neue «Infraplan» des Bundesverkehrsministeriums gibt den Zeitrahmen für die geplante Inbetriebnahme des Sundtunnels zwischen Fehmarn und dem schleswig-holsteinischen Festland mit «bis 2035» an. Ein Bahnsprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur, «wir haben noch gar keinen neuen Zeitplan». Darüber liefen derzeit noch Gespräche. Zuvor hatte das «Flensburger Tageblatt» berichtet.
Nach Angaben des Verkehrsministeriums in Kiel war bislang eine Fertigstellung des Tunnels bis 2031/2032 eingeplant. «Wir können uns bei diesem wichtigen Projekt keine weiteren Verzögerungen leisten», sagte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen. Er wolle darüber mit Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (beide CDU) sprechen. Zuvor hatte das «Flensburger Tageblatt» berichtet.
Ursprünglich hatte die Bahn die Kosten für einen Ersatzbau am Fehmarnsund mit 714 Millionen Euro beziffert. Mittlerweile hat die deutsche Infrastrukturgesellschaft Deges die Tunnelkosten jedoch mit 2,306 Milliarden Euro angegeben.
Brücke bleibt stehen
Die aus den 1960er Jahren stammende Sundbrücke mit lediglich einem Fahrstreifen je Richtung und einem Bahngleis soll für Fußgänger, Radfahrer und langsame Fahrzeuge erhalten bleiben.
Nach früheren Planungen sollt der Ostseetunnel bereits ab 2029 Fehmarn und Lolland verbinden. Der Bau des 18 Kilometer langen Eisenbahn- und Autotunnels läuft bereits. Doch dieser liegt laut Projektgesellschaft mindestens zwei Jahre hinter dem Zeitplan. Auch Deutschland rechnet damit, dass sich der Bau der Hinterlandanbindung über 2029 hinaus verzögern wird.
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Gespräche zwischen Bundesverkehrsminister und Landesverkehrsminister über den Zeitplan
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