Höflichkeit im Wandel: Wie jüngere Generationen anders bitten
Quick Look
- Eine Studie der Freien Universität Berlin und der Universität Bielefeld zeigt, dass jüngere Menschen das Wort „Bitte“ seltener verwenden, aber andere abmildernde Formen wie „vielleicht“ bevorzugen.
- Höflichkeit sei kein fixer Standard, sondern ein sich wandelndes System aus Konventionen, das von Alter, Anrede und Wahrnehmung abhängt.
AI-generated summary
Why It Matters
Das Forschungsprojekt „Variantenpragmatik des Deutschen“ (VariPrag) untersucht, wie Menschen im deutschsprachigen Raum miteinander sprechen, insbesondere bei Bitten, Anrede und Beschwerden. Für eine aktuelle Teilstudie zur Anrede haben über 3000 Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Online-Fragebogen ausgefüllt.
Audioplayer wird geladen
Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Verwendung von abmildernden Formen wie „vielleicht“ wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen, insbesondere in informellen digitalen Kontexten.
Likely · Within years
Open Questions
- Wie wirkt sich der Wegfall des Wortes „Bitte“ auf zwischenmenschliche Beziehungen langfristig aus?
- Welche Rolle spielen digitale Kommunikationsformen bei der Veränderung von Höflichkeitsnormen?
- Gibt es regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands bei der Verwendung von abmildernden Sprachformen?

