
Regierungschef John Lee bittet nach Untersuchungsbericht zu tödlichem Brand in Tai Po um Verzeihung
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Am 26. November 2025 kam es im Wohnkomplex Wang Fuk Court in Tai Po zu einem Brand, bei dem 168 Menschen starben. Das Feuer dauerte über 40 Stunden an.
Fast ein Jahr nach einem verheerenden Hochhausbrand in Hongkong mit 168 Todesopfern ist die Wohnungsbauministerin der chinesischen Metropole, Winnie Ho, zurückgetreten. Sie tat das nach infolge der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts zur Mitverantwortung der Regierung. Bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Abschlussberichts einer Untersuchungskommission verneigte sich Hongkongs Regierungschef John Lee am Donnerstag und bat um Verzeihung wegen des Unglücks vom 26. November 2025.
Das Feuer in dem Hochhaus-Komplex Wang Fuk Court im nördlichen Stadtteil Tai Po war weltweit der Brand mit den meisten Opfern in einer Wohnanlage seit 1980. Die Flammen wüteten mehr als 40 Stunden lang. Sie erfassten sieben der acht Hochhäuser der Wohnanlage, die wegen Renovierungsarbeiten mit Baugerüsten aus Bambus, Schutznetzen und Schaumstoffplatten umgeben waren.
Nach dem Unglück wuchs der öffentliche Druck auf die Hongkonger Regierung, das Unglück aufzuklären und ihre Mitverantwortung offenzulegen. Auch Rufe nach einem Rücktritt von Lee und anderen hochrangigen Behördenvertretern wurden laut.
Ein Untersuchungsausschuss, der seit März mehr als 30 Anhörungen zu dem Großbrand abhielt, kam zu dem Schluss, dass fast alle Sicherheitsmaßnahmen an jenem Tag wegen menschlichen Versagens versagten. Das Flammen-Inferno sei »vermeidbar, aber nicht vermieden, vorhersehbar, aber nicht vorhergesehen« worden, sagte Victor Dawes vom Untersuchungsausschuss im Juli.

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