Hotellerie: Kempinski und das kriselnde Geschäft mit dem schönen Schein
Die Luxushotelkette bestätigt das Aus der Vorstandschefin nach nur zwei Jahren im Amt.
Quick Look
- Die Luxushotelkette Kempinski hat sich von CEO Barbara Muckermann getrennt.
- Aufsichtsratschef René Nijhof informierte die Belegschaft über die Entscheidung, während das Unternehmen betont, dass der Hotelbetrieb ohne Unterbrechung fortgesetzt wird.
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Why It Matters
Kempinski verlor zuletzt fast ein Viertel seiner Hotels und verzeichnete mehrere Abgänge im Top-Management.
Düsseldorf. Aufsichtsrat und Vorstand von Kempinski arbeiten seit einigen Tagen im Krisenmodus. Hintergrund ist das Aus von CEO Barbara Muckermann, das die Luxushotelkette nun gegenüber der WirtschaftsWoche bestätigt hat. Zuvor hatte Aufsichtsrat Rene Nijhof am Dienstag und Mittwoch die Mitarbeiter der Kempinski-Zentrale in Genf sowie die Hoteldirektoren rund um den Globus über die Entscheidung informiert.
Auf Nachfrage teilt Kempinski am Donnerstagnachmittag zur Abberufung von Muckermann schriftlich mit: „Kempinski wird weiterhin vom Verwaltungsrat und dem Exekutivkomitee geleitet, wobei Herr René Nijhof als Vorsitzender die Vision der engagierten Anteilseigner umsetzt.“ Der laufende Betrieb in den Hotels gehe ohne Unterbrechung weiter. Weitere Einzelheiten wolle das Unternehmen nicht kommentieren.
Und verschwindet, buchstäblich: Das Unternehmen verlor zuletzt fast ein Viertel seiner Hotels. Hinzu kommt eine Führungskrise. Etliche Top-Manager haben Kempinski verlassen. Und CEO Barbara Muckermann, erst zwei Jahre im Amt, dürfte zuletzt einige unruhige Nächte gehabt haben. In der Hotellerie munkelte man schon länger, dass die 53-Jährige das Vertrauen der Eigentümer verloren hat. Nun hat Kempinski Fakten geschaffen.
Open Questions
- Wer wird die Nachfolge von Barbara Muckermann antreten?
- Was sind die genauen Gründe für den Vertrauensverlust der Eigentümer?






