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Back„Ich werde mich von niemandem einschüchtern lassen“, sagt Eralp – und macht ein Versprechen
„Ich werde mich von niemandem einschüchtern lassen“, sagt Eralp – und macht ein Versprechen
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Die Welt2 hours agoPolitics2 min readGermanyView translation

„Ich werde mich von niemandem einschüchtern lassen“, sagt Eralp – und macht ein Versprechen

Nach einem Spiegel-Bericht über interne Äußerungen zu Sicherheitsbedenken gegenüber Hamas-Sympathisanten gerät Elif Eralp in die Kritik. Politische Gegner und der Zentralrat der Juden zweifeln an ihrer Regierungsfähigkeit.

Quick Look

  • Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp steht nach einem Spiegel-Bericht über ihre Angst vor Hamas-Anhängern in der Kritik.
  • Während sie sich kämpferisch gibt, zweifeln CDU, Grüne und der Zentralrat der Juden an ihrer Eignung für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin.

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Why It Matters

Der Spiegel berichtete über interne Vermerke, in denen Eralp Angst vor dem Hamas-Sympathisanten Ibrahim Ibrahim äußerte. Dieser war bei einer Wahlparty der Linken anwesend.

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Nach einem Medienbericht über ihre Angst vor Hamas-Anhängern hat sich die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp betont kämpferisch gezeigt. „Ich werde mich von niemandem einschüchtern lassen“, sagte Eralp am Donnerstag am Rande der konstituierenden Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. Dass sie sich Sorgen um ihre Familie mache, sei völlig normal und eine Selbstverständlichkeit.

Der „Spiegel“ hatte aus einem internen Vermerk Eralps zitiert, den sie als Anmerkung bei der Autorisierung eines Interviews geschrieben hatten, wonach ihr Ehemann und sie „Angst vor diesen Leuten“ hätten. Bezogen sein soll diese Äußerung auf den Hamas-Sympathisanten Ibrahim Ibrahim. Dieser war im September bei einer Wahlparty der Linken in Berlin-Neukölln anwesend. Die Linken-Politikerin wollte offenbar eine Frage und ihre Antwort zu ihm aus dem Interview streichen lassen.

Sie wollte sich nicht direkt zu dem Bericht äußern, es handle sich um „private, interne Inhalte“, sagte Eralp bei ihrem Statement am Donnerstag. „Was ich aber ganz klar sagen kann, dass ich für die Sicherheit von allen Berlinerinnen und Berlinern als Regierende Bürgermeisterin sorgen werde (sic).“ Sie werde konsequent gegen Gewalt und Terror vorgehen.

Sie gebe allen Berlinern das Versprechen, dass sie „mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln“ gegen organisierte Kriminalität sowie gegen Organisationen, die Gewalt verherrlichten, und gegen Gewalt und Terror vorgehen werde. „Dieser Kampf hat für mich und auch die künftige Koalition oberste Priorität“, sagte die Politikerin.

Sie stehe ein für den Schutz und die Sicherheit aller Menschen, seien es jüdische Menschen, die besonders unter Druck stünden, seien es muslimische Menschen, die auch Diskriminierung und Rassismus erlebten.

Mehrere Politiker äußerten währenddessen Zweifel an der Regierungsfähigkeit Eralps angesichts ihrer Äußerungen im „Spiegel“-Bericht.

Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr), Marc Henrichmann (CDU), sagte der „Rheinischen Post“: „Wie könnte jemand die deutsche Hauptstadt politisch führen, der jetzt schon aus Angst vor den ‚falschen Freunden‘ handlungsunfähig ist?“

Henrichmann warf Eralp vor, nun „hart in der Realität der linksextremen und terroraffinen Unterwanderung“ aufzuschlagen, die sie zuvor aus politischem Kalkül ignoriert habe. Die Sicherheitsbehörden benötigten Mittel und politische Rückendeckung, um „jede Form extremistischer, terroristischer und antisemitischer Unterwanderung entschlossen bekämpfen zu können“, sagte der CDU-Politiker.

Kritik kam auch vom stellvertretenden Grünen-Fraktionsvorsitzenden Konstantin von Notz. „Der Vorgang ist krass und irritierend“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Wer Regierungsverantwortung übernehmen wolle, müsse Probleme durch organisierte Kriminalität und Verbindungen zu Terrororganisationen „politisch entschlossen angehen“. Die „allererste und geringste Grundlage“ dafür sei, „diese Probleme klar zu benennen“.

Josef Schuster, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, reagierte mit Entsetzen auf die Enthüllung des „Spiegel“. „Die Ohnmacht der Parteiführung und die Angst, die Frau Eralp persönlich zu verspüren scheint, schockieren mich – aber sie überraschen mich nicht“, sagte Schuster dem „Spiegel“. Er appellierte an die möglichen Koalitionspartner der Linken, von einem gemeinsamen Bündnis abzusehen.

Eralp strebt nach dem Wahlsieg der Linken eine Landesregierung mit Grünen und SPD an. Die Linke war bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September mit 25,7 Prozent stärkste Kraft geworden.

Open Questions

  • Wie reagieren die potenziellen Koalitionspartner auf die Kritik?
  • Welche Konsequenzen hat dies für die Regierungsbildung in Berlin?

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This article was originally published by Die Welt.

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