
Energiepreise treiben Teuerungsrate weiter an, EZB vor weiteren Zinsschritten
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Die EZB strebt eine mittelfristige Inflationsrate von zwei Prozent an. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran behindert Öl- und Gastransporte in der Straße von Hormus.
Der Anstieg kommt überraschend: Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg der Rate auf 3,7 Prozent erwartet. Die Teuerung steigt damit immer stärker über das von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebte Ziel von mittelfristig zwei Prozent, bei der die EZB die Preisstabilität als gewährleistet ansieht.
Energiepreise steigen weiter
Die Zahlen zeigen, wie sich die Folgen des Kriegs zwischen den USA und Iran weiter auswirken: Aufgrund der andauernden Behinderung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormus steigen die Energiepreise weltweit weiter. Gegenüber dem Vorjahresmonat haben sich die Kosten für Energie um 18,8 Prozent verteuert. Im August hatte die Steigerungsrate bei 14,3 Prozent gelegen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte sich aus Sicht der Finanzmärkte bis zum Jahresende mit einer weiteren Zinserhöhung gegen den Preisauftrieb in der Eurozone stemmen. Sie hatte bereits im Juni und September auf den Inflationsschub infolge des anhaltenden Irankriegs reagiert und den Leitzins auf aktuell 2,50 Prozent angehoben. Die EZB rechnet damit, dass die Gesamtinflation noch bis in die erste Jahreshälfte 2027 deutlich über dem Zielwert der Notenbank von 2,0 Prozent bleiben wird.
Allerdings: Der im Frühjahr beschlossene Tankrabatt kam nur zu gut 80 Prozent bei den Verbrauchern an. Jetzt hat die Regierung ihn erneut eingeführt und auch dieses Mal drohen Hunderte Millionen Euro an Steuergeld zwischen Raffinerie und Zapfsäule zu versickern.
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EZB wird den Leitzins bis Jahresende weiter anheben.
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