Interview: Microsoft-Präsident Brad Smith fordert Notbremse für die KI-Entwicklung
KI-Warnungen klingen nicht mehr nach Science-Fiction: Microsoft-Präsident Brad Smith fordert mehr Investitionen in Sicherheit und plädiert im Zweifel für ein langsameres Tech-Rennen.
Quick Look
- Microsoft-Präsident Brad Smith fordert auf dem EU-AI-Summit in Dublin eine Notbremse für Künstliche Intelligenz.
- Wer langfristig gewinnen will, müsse kurzfristig in Sicherheit investieren und notfalls das Tempo drosseln.
AI-generated summary
Why It Matters
Microsoft-Präsident Brad Smith warnte bereits 2019 in seinem Buch 'Tools and Weapons' vor unkontrollierter KI.
Dublin. Als Brad Smith 2019 sein Buch „Tools and Weapons“ im Handelsblatt vorstellte, klangen seine Warnungen vor einer außer Kontrolle geratenen Künstlichen Intelligenz (KI) noch wie Science-Fiction. Heute fordert der Präsident und stellvertretende Verwaltungsratschef von Microsoft eine „Notbremse“, um eine von wild gewordenen KI-Agenten ausgelöste Katastrophe zu verhindern.
Die Zeit zu handeln sei jetzt, sagte der 67-jährige Microsoft-Veteran im Gespräch mit dem Handelsblatt am Rande des „AI Summits“ der EU in Dublin. Wer das Tech-Rennen langfristig gewinnen wolle, müsse kurzfristig mehr in Sicherheit investieren, forderte er von seiner eigenen Branche. „Und wenn das heißt, an der Spitze langsamer zu werden, damit die Sicherheit aufholen kann – dann eben langsamer.“
Deutschland und Europa sind für Smith noch keineswegs abgeschlagen: „Man muss nicht bei der Erfindung führen, um bei Innovation und Anwendung vorn zu liegen. Der größte Fehler, den ein Land – wie ein Unternehmen – machen kann: den Erfolg anderer zu beneiden und die eigenen Stärken aus den Augen zu verlieren.“
Open Questions
- Wie genau soll eine Notbremse für KI technisch und regulatorisch aussehen?
- Welche konkreten Sicherheitsmaßnahmen plant Microsoft?






